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Prof. Schleicher.
wäre ihnen ein i beigemischt; bei der Aussprache drückt sich der
mittlere Theil der Zunge mehr an den Gaumen an, hebt sich mehr,
wodurch für den Athem eine eigene Durchgangsöffnung und somit der
i-ähnlich zischende Laut entsteht. Man spreche erst das nachfolgende
i deutlich aus und suche dann allmählich die beiden Laute, den
vorausgehenden Sibilanten und das i immer mehr in eins zu verschmelzen,
ist dies vollständig gelungen, so ist der rechte Ton da;
kücius (baculus) verschieden von cükorius (sacharum); neszü trage,
nesziu werde tragen; saüsio Gen. v. saüsis (scabiei), saüso gen. v.
saüsas (aridus u. s. f.) Bei der Aussprache der palatalen Zischlaute
zieht sich der Mund breit auseinander, bei der der nicht-patalen bleibt
er rund.
sz, z, s, z sind gleich slawisch, m, jk, c, 3; namentlich ist s niemals
das deutsche, gelinde s, c = ts, slaw. 4, ist selten, vielleicht
gar nicht, in echt litauischen Wörtern zu finden. Die Aussprache von
t, d, p, b, v, m, n, ist die allen Sprachen gemeinsame.
Bei den Consonanten befolge ich, wie die übliche Schreibweise,
nur consequenter als diese, die etymologische Schreibung, nicht die
phonetische. Rein phonetisch geschrieben, wäre Vieles geradezu
unverständlich, auch verstehen sich die nöthigen Veränderungen in der
Aussprache meist ganz von selbst. Hierin, wie in der völligen Vermeidung
aller Consonanten-Verdoppelung stimmt die Schreibung des
Litauischen völlig zu der des Slawischen. Auch der Böhme z. B.
schreibt vezti, nuz u. s. f. und spricht doch vesti, nüs, weil anders
zu sprechen unmöglich ist, ebenso schreibt man litauisch stets der
Etymologie gemäss. Indessen sind der Fälle nur wenige, in welchen
die Aussprache der Consonanten von der Schrift abweicht; im Allgemeinen
gilt die Begel, dass alle Consonanten stets auf gleiche Weise
ausgesprochen werden. Etymologische Schreibart findet Statt, oder
mit anderen Worten, die Aussprache des Consonanten weicht von
der Schreibung derselben ab in folgenden Fällen:
1) Tenuis vor Media geht in die entsprechende Media, Media vor
1 enuis in die entsprechende Tenuis, in der Aussprache über: lipdams
sprich libdams; pabäfgti = pabaikti; begsi = beksi; iszbegti — izbekti;
u. s. t. demnach auch begk = bek, dälgkotis — dälkotis; trobpalaikis
= tropalaikis; atdrekys = adrekys; uzszälti = uszalti u. s. f.
2. Auslautende Media geht in der Aussprache in ihre Tenuis
über: neng = nenk (z. B. pirm neng priusquam).