Über „das Copeibuch gemeiner Stadt Wien”.
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Wo alle Gewalten aufgetreten waren, fehlte noch eine, die päpstliche
zu dem Werke der Vermittlung. Dominik, Bischof von Torcello,
päpstl. Legat, in Verbindung mit Salzburg und Baiern, trat nun als
Vermittler auf und schreibt (19. und 23. Nov.) drei dahin zielende
Briefe an Herzog Albrecht (U. 189, 190, 191), des Friedens wegen
dessen Bedingungen (E. 80) zu lesen sind.
Mit einer Zuschrift des Grafen von Pösing (28. Nov.) wegen
dem zu Wien Gefangenen, endet das Jahr 1463.
Das folgende eröffnet das Namensverzeichniss der Gefangenen,
und die Bedingungen, unter welchen sie (2. Jän.) aus ihrem Gefängnisse,
dem Kernnerthurm entlassen werden (E. 81), gleich darauf
aber kommt der Verfasser nachholend auf das vergangene Jahr
(1463) zurück.
Der durch den Legaten eingeleitete Friede sollte auf einem
neuen Landtage zu Tulln (22. Sept.) endlich befestigt werden. Dahin
fordert Herzog Albrecht (31. Aug.) die Abgesandten Wiens vor. Die
Forderungen der Stände, die mündliche Antwort des Kaisers und
Gegenrede der Stände werden (E. 84 und 85) erzählt, ebenso (E. 85)
die Ausmessung und Ausschreibung der von den Ständen bewilligten
allgemeinen Steuer zur Tilgung der Schulden und der Forderungen
der Söldner.
Indess war der gewaltigste Vermittler aufgetreten, der Tod hatte
HerzogAlbrecht(25.Nov.) plötzlich dahin gerafft und damit eine Verständigung
ermöglicht. Die von dem Landtage zu Hadersdorf (13. Dec.
1463) schriftlich (die Artikel siehe E. 86), und durch den Probst von
St. Dorothea, Stephan von Landskron, Stephan von Hohenberg, Bernhard
von Dachenstein und die Wiener mündlich vorgebrachten Forderungen
(E. 87) und des Kaisers Antwort (E.88), (welche die Abgesandten
23. Jänner 1464 dem von Maidburg mittheilen (U. 195)
arbeiten darauf hin. Zugleich wendet sich die angeborne Milde des
Kaisers den Wienern zu, welche (10. Jan. 1464) demüthig um Vergebung
ihrer Rebellion und Genehmigung einiger Bitten flehend vor ihn
hintreten (E. 90), indem er ihnen zuerst durch den von Gurk Verzeihung
zusichert (E. 91), dann persönlich in Gegenwart des päpstlichen
Legaten und vieler Zeugen sie wieder in volle Huld und Gnade
aufnimmt (E. 92), worauf die Wiener (6. Febr.) ihm neuerdings in
die Hände seiner Abgesandten Treue und Gehorsam im Probsthofe
schwören. Für Beruhigung des Landes sorgt Friedrich weiter
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