Über „das Copeibuch gemeiner Stadt Wien”.
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Über der, durch des Pottendorfers Absage (1. Mai, U. 132)
gesteigerten Notb, vergassen die Wiener denn doch nicht auf ihre
Hochschule, deren traurige Lage (die Lehrer hatten 7 Vierteljahre
keinen Gehalt bekommen) sie dem Kaiser eindringlich vorstellen
(U. 133). EineWoche spätersehen sie sich genöthigt,in 2Schreiben
(U. 134, 155) und mit einer eigends beglaubigten (U. 156) Gesandtschaft,
für welche sie drei Geleitbriefe, von Jorg von Potendorf, dem
Ankelreuter und Hynko bedürfen (U. 157, 158, 159), für sich selbst
aufzutreten, und ihr Ansuchen am 25. Mai und 9. Juni (U. 160,161)
zu erneuern. Was ihnen selbst inzwischen möglich, thun sie treulich,
sie sorgen (1. Juni) für die Ordnung der Stadt mit eigenen
Beschlüssen (E. 74).
Daran reiht sich der Bericht über die Beschlüsse des Landtages
zu Stetteldorf (E. 73), welche sie sofort durch Büdiger von Starhemberg
dem Kaiser schicken, und zugleich (12. Juni) an Heinrich von
Liechtenstein und Veit von Ebersdorf, in dieser Angelegenheit
schreiben (U. 163).
Fürsten und Stände hatten bisher am Friedenswerke gearbeitet,
nun tritt ein neuer Vermittler auf in der Wiener Hochschule, welche
(6. Juni) an Heinrich von Liechtenstein und Veit von Ebersdorf
(U. 165), aber zugleich an Herzog Albrecht, leider vergebens
schreibt „ihn vermanend auf die parmherzikait Gocz, der er warttund
„ist in den lesten zeitten, darumb, das der almechtigGot geruch In zu
„bewarn mit dem ewigen frid. (U. 164.) Dieser gutgemeinten, aber
fruchtlosen Vermittlung gehen (23. Mai) die Verhandlungen Rüdigers
von Starhemberg, der Stände und Wiener mit dem Kaiser zu
Gratz (welche E. 75, 76, ausführlich erscheinen), vorher.
Die Stände, diesmal auch die Prälaten, hatten neuerdings zu
St. Pölten getagt und (18. Jun.) den Probst Simon von Klosterneuburg,
Sigmund von Topp], Christian Pöttinger und Jakob Heller mit
einem Credenzialschreiben (U. 166) versehen, nach Wien bestimmt,
welche (18. Jun.) von der Stadt das Geleite begehren (U. 167) und
von dem Bürgermeister Kristian Prenner auch erhalten (U. 168).
Was sie vorgebracht, erhellt aus der mündlichen Antwort der Wiener
(22. Juni, E. 77), welche diese am selben Tage den gleichgesinnten
Städten und Märkten kund machen (U. 169), und (24. Juni) dem
Rüdiger von Starhemberg schreiben, er möge sich mit dem zu Stetteldorf
versammelt Gewesenen bemühen, dass, ehe die Zeit des' nach
Sitzb. (1. phil.-hist. CI. IX. Bd. III. Hft.
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