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Dr. Z e i b i g.
Wege mit der Zuschrift des Kaisers vom 6. December, wodurch er
die, welche die städtischen Ämter bekleiden, auffordert, auch für das
künftige Jahr dieselben zu verwalten (U. 142), was diese demüthig
aber entschieden ablehnen „dann es mocht. von den genannten und }
„der gemein grosse nachred aufersteen darumb, das wir vns wieder
„vnser Stat freyhait darin behielten, daraus dann vngehorsam gieng
„vnd gemeiner nucz gehindert wurd, vnd ewrn k. G. mangl aufer-„steen
mocht (U. 143).
Dem Schreiben folgen bald darauf (17. Dec.) der Richter Martin
Enthaimer und Münzmeister Niclas Teschler, um anzufragen, wie die
Stadt sich bezüglich des nach Retz oder Gundersdorf ausgeschriebenen
Landtages zu verhalten hahe (E. 69) und erhalten neben andern
die Antwort, betreffs der Reschickung des Landtages, „sey seiner
K. G. maynung, das man das vmbgee, wie man mag, vnd nicht schickch”
er selbst gedenke nämlich einen allgemeinen Landtag auszuschreiben.
Mitder am 30. December angeordneten Rüstung der Stadt (E. 71),
endet das Jahr 1461.
Das folgende beginnt mit der Aufzeichnung des am 7. Februar
zwischen Friedrich und Albrecht zu Rerchtoldsdorf bis zum 7. März
geschlossenen Waffenstillstandes (U. 146). Mit der Nachricht davon
und mehreren Ritten werden zugleich von Seite Wiens Niclas Teschler,
Simon Pötl, Wolfgang Holnbrunner und Hanns Meilinger zum
Kaiser abgesendet (E. 72). Ihnen verspricht Friedrich nach Wien zu
kommen; auf dieses Versprechen gestützt, fordern die Wiener wiederholt
seine baldige Ankunft, einmal (17. April) der Gefahr wegen,
weil alle seine Räthe „von dann sind, ausgenomen herr Hanns von
„Rorbach, der solhen Handel von ewr Gnaden wegen weder an leib,
„noch an gut vermag ausczerichten” (U. 147), wiederholt nach
Gewinnung des Kahlenberger Schlosses mit der Remerkung, dass
durch des Kaisers Ankunft die Feinde erschrecken, und die Schwankenden
sich zu ihm wenden würden (ü. 149), und nochmals (1. Mai),
mit der Alternative, wenn er schon seihst nicht komme, seine Hauptleute
mit ihren Truppen zu schicken, oder ihnen wenigstens Mittel
und Wege anzugeben, aus dieser traurigen Lage zu kommen (U. 151), p
nachdem sie früher (20. April) den kaisertreuen Städten zugeschrieben
sich mit ihren Abgeordneten zu Korneuburg zu versammeln, um bezüglich
des von Herzog Albrecht für den 1. Mai nach Tuln ausgeschriebenen
Landtages, einen gemeinsamen Resehluss zu fassen (U. 152.)