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Dr. Z e i b i g.
wortet (E. 44) „dieselben artikl wern yecz zu langkch aufzuschreiben.”
Was der Hausherr nicht vermochte, sollte der Nachbar durchführen.
Georg von Podiebrad, der (30. Mai) als Vertreter der österr. }
Stände an den Kaiser schreibt (U. 108), hatte seine Räthe zum Behufe
der Ausgleichung nach Wien gesendet. Sogleich treffen die Wiener
in grosser Sitzung (26. Juni) Anstalten „zur bewarung Irs allergene-„digisten
Herren des Rom. Kaisers vnd aller der Sein, auch des gene-„digisten
Herren, des kunigs von Behem potschafft, vnd ettlicher lannd-„leut,
die yecz zu dem tag herkomen sullen” (E. 4S).
Allein nicht bloss schlechte Münze und feindselige Stellung der
Landesbewohner gegen einander, auch „neue ungewondliche Anschleg”
von dem immer geldbedürftigen Kaiser ausgegangen, trugen zu dem
allgemeinen Elende bei. Gegen diese Steuern sprechen sich die
Abgesandten Wiens (2. Aug.) unumwunden aus, weil dadurch sowohl
die Kaufleute vom Lande abgeschreckt werden, die später den Weg
hierher kaum wieder finden dürften, als auch die Ausfuhr des Weines
ungemein veringert wird zum Schaden des Landes „wann der maist
„hanndel im lannd Österreich ist allain mit der weinwax, des sich dann
„ain yeder unczher redlich vnd erberlich damit genert hat, sich, sein
„weib vnd kinder, das aber also, so der Anschlag beleihen solt, nicht
„geschehen mag (E. 46).
Bald darauf (6. Aug.) läuft auch des Kaisers Antwort auf das
Vorbringen der Stände vom Stapel (E. 47), während die Wiener, wie
sie fi iihei schon den Getreidemarkt geordnet, nun (16. Aug.) eine neue
Fleischhackerordnung (interessant in ihren Einzelheiten) erlassen,
(E. 48), welcher zugleich (3. Sept.) die Satzung der Lebensbedürfnisse
nach der bestehenden Valuta (E. 49) und (13. Sept.) das
öffentliche Rufen des nun gesetzlich festgestellten Münzfusses (U. 109),
so wie (23. Sept.) des Arbeitslohnes für Maurer, Zimmerleute, Dachdecker
und Tagwerker (U. 110), zur Seite gehen.
Dazwischen geht das Anbringen der angekommenen Räthe des
Königs von Böhmen an den Kaiser (E. SO) und dessen Antwort (E. Sl),
und eine neue Darlegung ihrer vielfältigen Geldschulden und anderer &
Nöthen von Seite der Stadt Wien (E. S2), womit das Jahr 1460 schliesst.
Das folgende Jahr beginnt abermals eine klägliche Vorstellung
der Wiener, wie die bisherigen Anordnungen rücksichtlich der Münze
statt zu helfen, die Noth gesteigert haben, durch die nach Neustadt