Über „das Copeibuch gemeiner Stadt Wien”.
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leer, und so sahen sich die Wiener genöthigt, mit den ständischen
und des Herzog Albrecht’s Söldnern vereint gegen den Ledwenko zu
ziehen, dessen 2 Taher an der March sie glücklich entnahmen, was
sie sofort (3. April) dem Kaiser mit der Bemerkung melden, sie sähen
sich nun genöthigt, von den bisher genau befolgten Vorschriften eine
Ausnahme zu machen, und die Söldner in die Stadt zu lassen, um hier
abgelohnt zu werden (U. 67).
Die Erbfrage war zu brennend, um noch länger Aufschub zu
gestatten, und so schreiben denn nach gegenseitigem Einvernehmen
die drei Erbfürsten (der Kaiser am 9., Herzog Sigmund am 14., Herzog
Albrecht am 20. April) einen allgemeinen Landtag nach Wien
für den 4. Mai aus (U. 73, 74, 78). Die Zwischenzeit wollen die
Wiener, welche indess (13. April) abermals mit Herzog Albrecht
verhandelt hatten (E. 19), dazu benützen, ihre Ansichten und Anliegen
nach ihrem ganzen Umfange vor den Kaiser zu bringen. Sie senden
desshalb (18. April) ihre Abgeordneten mit einem Credenzbriefe
(U. 72) an den Kaiser, welche den 20. April bei ihm das gewünschte
Gehör finden. Die Verhandlungen zwischen ihnen und dem Kaiser
» werden (E. 20, 21,) ausführlich geschildert.
Zu gleicher Zeit führte Albrecht, der schon den 13. April den
Wienern zu erkennen gah, wie er nicht abgeneigt sei, zu dem Kaiser
nach Neustadt sich zu verfügen, wo Herzog Sigmund inzwischen eingetroflen
war, diesen Vorsatz aus; dadurch veränderte sich die Sachlage,
und desshalb fordert Kaiser Friedrich schon den 22. April die
Wiener abermals auf, Vertrauensmänner zu ihm nach Neustadt zu
senden (U.7S). Nachdem die Wiener vorsichtig zuerst bei den beiden
Herzogen diesfalls angefragt, und ihre bejahende Zuschrift (26. April)
erhalten (U. 77), senden sie den Bürgermeister Jakob Storch mit
mehreren aus dem Rathe, den Genannten und der Gemeinde nach
Neustadt zu den drei Fürsten (E. 22), und wählen auch 13 Abgeordnete
zum Landtage (E.23). Ihm beizuwohnen kam endlich Friedlich,
nachdem ihm die Wiener (3. Mai) berichtet, wie die fremden Söldner
heimgezogen und keine neuen eingelassen würden, auch die
Herbergen für ihn, die Kaiserinn und Herzog Ludwig von Baiern
bereits ausgemittelt seien (U. 79), und er ihnen den 3. Mai darauf
geantwortet (U. 80), den 13. Mai von der Neustadt nach Wien,
„und ist: da mit dem heiligtum vnd procession schon empfangen
„worden, als daz seiner gnaden wirdikait zimbt hat, vnd paid