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Dr. Zi e I b i g.
Eizinger mit Leib und Gut einstehen, und ihn entweder dem künftigen
Landesherrn, oder den versammelten Ständen zur Verantwortung
stellen; zugleich aber auch zu versuchen, ob man nicht von Herzog
Albrecht die Ursache seiner Gefangennelimung in Erfahrung bringen, P
auch vor Abschluss der Verhandlungen eine Unterredung mit Eizinger
haben könne. Albrecht beruft (7. März) die Gemeinde Wiens in den
Probsthof, dort lässt er ihnen einige (falsche) Ursachen Vorbringen,
warum er den Eizinger gefangen, doch „das grossist hab er Im Vorbehalten
zu sagen zu seinen Zeiten, so des not wirdet,” verspricht
ihnen auch, den Eizinger auf Stellung gegen genügende Bürgschaft
freizulassen, benutzt aber auch zugleich diese Gelegenheit, um sich
neuerdings Sicherheit seiner Person und der Seinen versprechen zu
lassen. Am 8. Mai wiederholen die Stände und die Wiener ihren
Versuch bei Herzog Albrecht, erlangen aber nur das Versprechen,
ihnen schriftlich bekannt geben zu wollen, unter welchen Bedingungen
er den Eizinger frei zu lassen gedenke (E. 9), welches
Versprechen aber (U. 82) sich darin erfüllt, dass er ihnen kund
gibt, wie er den Eizinger „hab zu hannden genomen merklicher
vrsach halben, vns vnd vnsern stainen, auch das gancz Furstenthumb
Österreich swerleich berurunde,” ohne sieh in Einzelheiten
einzulassen.
Seinem ersten diesfälligen Schreiben liess Kaiser Friedrich
bald (8. März) ein ausführlicheres folgen, worin er die Gründe
durchführt, warum insbesondere Wien der Gefangenschaft Eizinger’s
nicht ruhig Zusehen könne (U. 84), was er in einem andern an die
Landesverweser gerichteten Schreiben wiederholt. Die Antwort
(9. März) überbringen (U. 83) die zwei dazu bestimmten Glieder des
Batlies, Thomas Schwarz und Christian Wissinger.
Inzwischen hatte Herzog Albrecht begehrt, man solle mehrere
seiner Kriegsleute zu seiner grösseren Sicherheit einlassen, die
Wiener lehnen es (9. März) mit dem Bedeuten ab, dass weder der
Kaiser noch Herzog Sigmund ein ähnliches Begehren gestellt, sie also
eine derlei einseitige Begünstigung zu verantworten sich nicht
getrauen. (U. SS.) Bei Übergabe dieser Antwort, wobei sie zugleich ■a
dem Herzoge des Kaisers Brief (U. 84) bekannt geben, erneuern sie
ihr Ansuchen um Eizinger’s Freilassung, erreichen aber nichts als das
hinhaltende Versprechen, er (Herzog Albrecht) wolle desshalb dem
Kaiser schreiben (E. 11).