Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 9. Band, (Jahrgang 1852)

Über  „das  Copeibuch  gemeiner  Stadt  Wien”.

505
ben  aber  in  ihrer  Antwort  (10.  Dec.)  ihrem  Vorsatze,  Neutralität  zu
halten  und  nichts  ohne  Übereinstimmung  mit  der  Landschaft  zu  thun,
getreu.  Zugleich  erklären  sie  (11.  Dec.)  in  einer  an  die  zu  Ebersdorf ­
  versammelten  Rätlie  des  Kaisers  gerichteten  Zuschrift  bei  ihrer
Forderung,  dass  alle  drei  Parteien  bei  ihrem  Eintreffen  in  Wien  geloben ­
  sollten,  nichts  gegen  die  Stadt  zu  unternehmen,  festhalten  zu
müssen  (U.  23),  und  benachrichtigen  (14.  Dec.)  in  strenger  Festhaltung ­
  der  eingenommenen  Neutralität  den  Herzog  Albrecht  von
dieser  ihrer  Antwort  (U.  24),  womit  sich  dieser  zufrieden  gibt  und
erklärt,  den  Zusammentritt  der  Gesammtstände  abwarten  zu  wollen
(E.  6).  Bald  darauf  erneuert  Kaiser  Friedrich  (18.,  19.  Dec.)  in
zwei  Schreiben  (U.  25,  26)  sein  Begehren,  ohne  dass  die  Stadt  in
ihrer  Antwort  (27.  Dec.)  den  eingenommenen  Standpunct  zu  verlassen ­
  sich  bewogen  fühlt.  (U.  27.)  Wenige  Tage  früher  (24.  Dec.)
erhält  die  Stadt  von  Michael  Grafen  von  Hardegg-Maidburg,  Bernhart ­
  Grafen  von  Schaumburg,  Wolfgang  von  Wallsee  und  Ulrich
Eizinger  im  Namen  der  Landesherren  die  Aufforderung  (U.  28),
den  am  St.  Agnestage  zu  Wien  „von  ainer  newen  herrschafft  wegen”
abzuhallenden  Landtag  zu  beschicken.
Mit  dem  Beginne  des  folgenden  Jahres  (7.  Jänner  1458)  lässt
Herzog  Albrecht  den  in  der  Schule  zu  St.  Stephan  versammelten
Wienern  seine  Ansprüche  auf  die  Herrschaft  in  Österreich  vortragen, ­
  und  zugleich  seine  Bereitwilligkeit  verkünden,  sich  dem  Ausspruche ­
  der  ständischen  Schiedsrichter  auf  dem  bevorstehenden  Landtage ­
  zu  fügen,  begehrt  zugleich  das  Versprechen  persönlicher  Sicherheit ­
  für  sich  und  die  Seinen  von  Seite  der  Stadt  (E.  6),  worauf
deren  Vorstände  am  folgenden  Tage  (8.  Jän.)  auf  ihre  frühere  Antwort ­
  zurückweisen  (U.  29),  und  auf  nochmaliges  Ansuchen  nochmals
Sicherheit  von  ihrer  Seite  Zusagen.  (E.  7.)  Von  diesen  Anforderungen ­
  und  Verhandlungen  setzt  die  Stadt  (12.  Jän.)  die  Landesverweser ­
  in  Kenntniss  (U.  30),  und  gebietet  zugleich  (14.  Jän.)  durch
öffentliches  Rufen  (U.  31)  „daz  kainer  nichtz  vbels,  vnerbere,
»schentliche,  vngelewnte,  inczichtige  wort  von  nyeinand  hie  red,
»schreib,  ticht  noch  sing”  verbietet  weiter  „alle  slittenfart,  saitenspiel,
»tenz  vnd  andrew  offenware  frewd.”
Am  11.  Jänner  richtet  Kaiser  Friedrich  von  Neustadt  aus  drei
Schreiben  an  die  Stadt,  im  ersten  begehrt  er,  seine  dahin  abgesandten
Rätlie  „an  furbort  vnd  gelubniss”  ein-  und  auszulassen  (U.  32),
Sitzb.  d.  phil.-hist.  CI.  IX.  Bd.  III.  Hit.

33
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.