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Prof. Schüller. Bericht über die
welche sich die Geschichte anderer Kronländer der österreichischen
Monarchie auszeichnet.
Die Drucklegung des auf Vereinskosten abgeschriebenen sogenannten
Codex Kelpio-Krausiamis wurde beschlossen. Die Geschichte
Siebenbürgens in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts
wird durch diese Aufzeichnungen von Kraus und Kelp über die
Ereignisse und Erlebnisse ihrer Zeit einen wichtigen, auch durch
den naiven und körnigen Ton der Darstellung ausgezeichneten Beitrag
erhalten.
Auf Ansuchen des Vereines für siebenbürgische Naturwissenschaften
beschloss die Generalversammlung denselben bei dem Ankäufe
der von dem städtischen Ingenieur Stetter in Arad, während
seiner Dienstzeit in Siebenbürgen angelegten höchst werthvollen
ornithologischen Sammlung von 376 Arten (darunter 231 siebenbürgische)
in 674 Exemplaren, und einer Schmetterlings-Sammlung
von 1200 Exemplaren zu unterstützen, und bewilligte für diesen
Zweck zu dem mit 1200 Gulden bedungenen Kaufpreise zunächst
einen Betrag von 100 fl. ,
Aus der Prüfung der Vereinsrechnungen hat sich ergeben, dass
das Gesammtvermögen des Vereins gegenwärtig 3460 fl. 27 f / a kr.
und der nach den Statuten disponible Theil desselben 791 fl. 36(4 kr.
beträgt, dabei versteht es sich indessen von selbst, dass der sogenannte
Reservefond bloss gesammelt wird, um grössere und unvorhergesehene
Auslagen zu decken, keineswegs aber die Bestimmung
hat, ein unantastbares Vereinsvermögen zu bilden.
Ein sehr bedeutender Theil der für die Sitzungen bemessenen
Zeit konnte im Sinne der Vereinsstatuten der Vorlesung wissenschaftlicher
Ausarbeitungen für den Vereinszweck gewidmet werden.
Beiträge zu der Geschichte von Broos, von dem Vereinsvorstande,
machten den Anfang dieser wissenschaftlichen Vorträge. Als
Grenzmarke des siebenbürgischen Deutschthums in dem berühmten
Freibriefe der von Geisa II. nach Siebenbürgen berufenen deutschen
Ansiedler benannt, ist dieser Ort und dessen Umgebung durch
seine topographische Lage den Einfällen und Verheerungen der
Türken schon in dem fünfzehnten Jahrhundert am meisten ausgesetzt
gewesen. In seiner Nähe wurde, um nur einen Moment hervorzuheben,
die berühmte Türkenschlacht auf dem Brotfelde 1479 geschlagen.
Der glänzende Sieg der Christen war nicht ausreichend