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Prof. Schüller. Bericht über die
alte Dacien bildeten. Die typographische Ausstattung des Werkes ist
befriedigend; Angaben, wie die p. 272 vorkommende, dass die meisten
alten Grabhügel im Walde bei Kastenholz gegen 18 Fuss hoch
seien und 48 Fuss im Durchmesser haben, gehören wohl unter die
Druckfehler. „Hat doch der Herr Verfasser im Jahre 1850 diese
Gräber selbst gesehen.”
Das in Kronstadt erschienene Magazin für Geschichte,
Literatur, und alle Denk- und Merkwürdigkeiten Siebenbürgens,
war in jener traurigen Epoche, wo die ernste Wissenschaft
den politischen Bewegungen und Intriguen weichen musste,
unterbrochen worden. Der Redacteur desselben, Anton Kurz, hatte
sich als Bem’s Secratär an dem Treiben der Umsturzpartei arg betheiligt,
und ist seither verschollen. Graf Joseph Kemeny, welcher
theils selbst mitarbeitete, tlieils aber der Redaetion werthvolles
Material zur Verarbeitung lieferte, war durch die schweren Beschädigungen,
welche seine literarischen Sammlungen während der Revolution
erlitten hatten, niedergebeugt, und schien für die siebenbürgische
Geschichtsforschung ganz verloren.
Es ist mir erfreulich der hohen Akademie mittheilen zu können,
dass diese schätzbare Zeitschrift fortgesetzt wird, und dass Kemeny
ihr seine Unterstützung zugesichert hat. Die Redaction hat der
gegenwärtige Kammerproeurator Josef Tr au sch übernommen. Das
erste Heft ist beinahe vollendet; es bringt an -grösseren Aufsätzen
eine Geschichte des Burzenländer- oder Kronstädter Capitels von
Tr au sch; und einen Artikel von Neugeh au er über die Geten.
Nach dieser übersichtlichen Darstellung desjenigen, was im
Jahre 1851 und der ersten Hälfte des laufenden Jahres zumal für
Geschichte Siebenbürgens und deren Hilfswissenschaften in deutscher
Sprache im Druck erschienen ist, erlaube ich mir die Aufmerksamkeit
der hohen Akademie auf zwei handschriftliche Werke von
Trausch zu richten, deren Erscheinung um so mehr zu wünschen
wäre, als dadurch einem sehr wesentlichen Bedürfnisse siebenbürgisclier
Geschichtsfreunde abgeholfen würde, und der Verfasser sich
dabei auf einem Gebiete bewegt, auf welchem er vollkommen einheimisch
ist und durch sehr reichhaltige literarische Sammlungen
unterstützt wird.