Tlieophanes Chronographia.
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In den Anfang dieser denkwürdigen Kriege fällt das grosse
Ereigniss des beginnenden Islamismus. Zwar fristete das Reich
der Perser noch eine kurze Weile sein kümmerliches Dasein; wer
aber verkennt in diesen Ereignissen den Finger der Vorsehung,
welche den tapfern Kaiser Heraclius als Werkzeug benutzte, um
jenes Reich, welches zuletzt vom Indus bis zum Nil und Rosporus
geherrscht, in wenigen Jahren tödtlieli zu schwächen, und es als
leichte Beute den Männern der arabischen Wüste zu überliefern,
diesen Nämlichen aber eben damit auch den Weg nach Konstantinopel
zu öffnen!
Der von mir als Probe einer neuen Ausgabe des Geschichtsschreibers
Theophanes gewählte Abschnitt, welcher die ganze Heracleische
Regierung umfasst, kann zu den verdorbensten des einst
viel gelesenen griechischen Originals gerechnet werden. Es ist mir
gelungen, durch die mancherlei oben bezeichneten kritischen Hülfsmittel
nicht nur eine Menge verdorbener Lesarten zu entfernen, sondern
auch eine gute Zahl grösserer Lücken, welche die persischen
Kriege angehen, auszufüllen; auch der Abschnitt über Muhammed
(er enthält die älteste umständlichere Tradition der Griechen) hat
mannigfache Berichtigungen erfahren.
Die Erklärung dieses Geschichtswerkes sieht (das kann schon
jetzt versichert werden) mehrfachen Bereicherungen aus der orientalischen
Literatur, so wie aus den Reisewerken der neueren Zeit
entgegen.