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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 9. Band, (Jahrgang 1852)

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Prof.  Schüller.  Bericht  über  die

Es  genügt  für  diejenigen,  tvelche  das  Werk  aus  eigener  Ansicht
kennen,  eine  gedrängte  Übersicht  seiner  Anlage  zu  geben  und
dadurch  auf  seine  Reichhaltigkeit  aufmerksam  zu  machen.
Der  erste  Theil  besteht  aus  drei  Tafeln,  von  denen  die  erste
die  früheren  Schicksale  des  Schauplatzes  der  ungrischen  Geschichte
bis  zur  Einwanderung  der  Ungern  erzählt.  In  der  zweiten  Tafel  folgt
die  frühere  Geschichte  jener  Völker,  mit  welchen  die  Ungern  hei
ihrer  Einwanderung  in  Europa  in  Berührung  kamen,  nach  ethnographischer ­
  Methode.  Die  dritte  Tafel  enthält  eine  Darstellung  des
Ursprunges,  der  früheren  Wohnsitze  und  Wanderungen  der  Ungern
bis  zu  ihrer  Ankunft  in  ihrem  heutigen  Vaterland,  mit  einer  Übersichtskarte, ­
  dann  der  dazu  gehörigen  Erklärung  und  den  verschiedenen
Meinungen  über  die  Abstammung  der  Ungern.
Der  zweite  Theil  enthält  in  vierzehn  chronologisch-synchronistischen ­
  Tabellen  die  Geschichte  Ungerns  und  seiner  Nebenländer  von
der  Ankunft  der  Ungern  bis  zum  Jahre  1800.  Der  Verfasser  hat  dabei
die  geographische  Methode  befolgt,  und  die  Geschichte  derjenigen
Völker,  welche  bleibende  Wohnsitze  haben,  nach  ihrem  Vaterlande
in  eigener  Spalte  behandelt.  In  begreiflicher  Weise  steht  hierbei  als
Hauptgegenstand  des  Werkes  die  Geschichte  des  Königreiches  Ungern
im  Vordergründe,  an  welches  sich  die  Nebenländer,  d.  h.  alle  jene
Länder,  welche  irgend  einmal  unmittelbar  oder  mittelbar,  ganz  oder
nur  theilweise,  bleibend  —  oder  aber  wie  Böhmen  und  Polen  u.  a.  m.
vorübergehend,  zu  demselben  gehört  haben,  bis  zu  ihrer  Einverleibung
mit  Ungern  oder  mit  anderen  Staaten  in  eigenen  Spalten  gruppiren.
Das  schwankende  Verhältniss,  in  welchem  Croatien  nach  seiner  am
Ende  des  11.  Jahrhunderts  erfolgten  Vereinigung  mit  Ungern  lange
noch  zu  diesem  Reiche  stand,  rechtfertigen  es  vollkommen,  dass  der
Verfasser  die  Geschichte  desselben  bis  zur  Mitte  des  15.  Jahrhunderts
in  einer  eigenen  Rubrik  erzählt  hat.  Ebenso  ist  auch  die  abgesonderte
Darstellung  der  Ereignisse  von  Siebenbürgen  und  von  der  Wallachei
und  Moldau  in  der  eigenthümlichen  Stellung,  welche  das  erstere  von
jeher  zu  Ungern  hatte,  und  der  theilweisenSelbstständigkeit,  welche
die  beiden  Donaufürstenthümer  auch  nach  ihrer  Unterjochung  durch
die  Pforte  behielten,  gegründet.
Um  Länder,  welche  bleibend  oder  nur  vorübergehend  zur
ungrischen  Krone  gehört  haben,  gruppiren  sich  in  synchronistischer
Darstellung  die  Ereignisse  derjenigen  Länder  und  Staaten,  welche
            
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