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Dr. Adam Wolf. Graf Rudolf Chotek etc.
hatte ihn schon als Oberstburggrafen zum Präsidenten gewählt!).
In der Fülle der Jahre und in der Fülle der Ehren lebte er nun das
Leben eines Weisen, der von den Schwächen und Kümmernissen des
Menschen wenig berührt über die höchsten und reichsten Geschenke
des Schicksales erhaben ist. Er starb am 26. August 1824 im 77. Jahre
seines Lebens. Im Leben wie im Tode flössen alle Urtheile über ihn
in einhelliger Wahrheit zusammen, dass er ein Mann der reinsten
sittlichen Correctheit in Wort und That, dass sein Mutli stahlfest,
seine Grundsätze klar und vollständig, dass Redlichkeit, Charaktertreue,
das strengste Pflichtgefühl die Leitsterne seines Lebens waren.
Von seinen sechs Söhnenüberlebten ihn nur zwei: Ferdinand, später
Erzbischof von Olmütz (starb 1836 in Prag) und Karl, der in die
Bahn seines Vaters trat und durch Jahrzehente als Gouverneur von
Triest, Tirol, Oberstburggraf von Böhmen der Krone und dem Vaterlande
gedient hat. Seinem gütigen Wohlwollen, und seiner Liebe
zur Wissenschaft verdanke ich die Mittheilung dieser Daten.
SITZUNG VOM 13. OCTOBER 1852.
Die Classe empfing mit dem tiefsten Danke das durch die Vermittlung
des h. Ministeriums des Äussern der kais. Akademie zugekommene
grossmüthige Geschenk Sr. Maj. des Königs von Preussen
eines Exemplars des Prachtwerkes von Prof. L e p s i u s über die in
den Jahren 1842 bis 1843 unternommene wissenschaftliche Reise
nach Ägypten.
Von dem h. Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche
Bauten erhielt die Classe abermals zwei sehr interessante Mittheilungen,
nämlich einen Bericht des k. k. Vice-Consuls zu Varna über
einige in Küstendje jüngst aufgefundene antike Inschriften; dann
1 ) Der I. Band der neuen Folge der Abhandlungen der k. b. Gesellschaft der
Wissenschaften enthält einen kurzen Bericht seines Lebens. —