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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 9. Band, (Jahrgang 1852)

Theophanis  Chronographia.

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tioni  plus  etiarn  prodesset,  codicem  omnium  praestantissimum,  Coislinianum,
  ad  alteram  certe  partem  et  historicam  magis  aetatem
  (das  neunte  bis  eilfte  Jahrhundert?)  accurate  collatum  a
Wladimiro  Bruneto  impetravimus.”  J.  B.
Die  griechische  Vita  Theophanis  mit  dem  Officium  des  heiligen
Mannes  hat  Franz  Combefis,  wie  oben  bemerkt,  zum  ersten  Mal  aus
einem  Codex  der  Marciana  bekannt  gemacht,  welcher  entweder  selbst,
oder  (wie  wahrscheinlich)  in  der  nach  Paris  gelangten  Abschrift
reich  an  falschen  Lesarten  war,  von  denen  einen  kleinen  Theil  der
neue  Herausgeber  verbessert,  die  meisten  andern  handgreiflichen
aber  unberührt  gelassen  hat.  Denn  nach  einer  neuen  Collation  der
Handschrift,  die  vielleicht  nicht  einmal  die  einzige  ist,  sah  sich  derselbe, ­
  wie  das  bei  Theophanes  geschah,  nicht  um,  und  so  mussten
die  bedeutenden  Lücken,  die  sich  schon  in  der  lateinischen  Übersetzung ­
  des  Lipomanus  finden,  unausgefüllt  bleiben.  Ob  daneben
nicht  die  wichtigen  Menologien  der  orthodoxen  Kirche  bei  diesem
I  heile  der  Ausgabe  einige  Hülfe  und  Bereicherung  bieten  konnten,
ist  gleichfalls  nicht  untersucht,  eben  so  wenig  die  Fabricische  Bibliotlieca
  graeca,  welche  für  die  griechische  Martyrologie  schätzbare
Notizen  gibt,  zu  Bathe  gezogen  worden.  Eine  in  Niebuhr’s  Geist
verfasste  Einleitung  also  in  den  Theophanes  hat  der  Leser  auch  bei
diesem  neuen  Abdruck  nicht  zu  suchen,  obwohl  schon  eine  einfache
Wiederholung  des  unsern  Chronographen  betreffenden  Abschnittes
aus  dein  bekannten  Buche  des  wackern  Hankius  und  die  Notitia  literaria
  aus  l'abricius  nicht  blos  dem  Liebhaber  dieser  Studien,  sondern
auch  dem  neuen  Redacteur  selbst  von  Nutzen  gewesen  wäre.
Die  Mittheilungen  ,  welche  aus  der  kurzen  Vorrede  des  Herrn
(  lassen  oben  gegeben  wurden,  können  den  Leser  bereits  über  den
Umfang  der  Bemühungen  aufgeklärt  haben,  welche  wir  demselben
nach  seiner  eigenen  Erklärung  verdanken.  Ich  meines  Tlieils  halte
diesen  Umfang  des  Geleisteten  für  nicht  sehr  bedeutend,  und  will
mich  hierüber  unumwunden  aussprechen,  sine  ira  et  studio,
quorum  causas  procul  babeo.  Mit  Dank  ist  anzuerkennen,
dass  die  rudis  indigestaque  moles  der  Goar’schen  Farrago  endlich
gesichtet  und  gehörig  vertheilt  worden  ist;  derselbe  Dank  muss  ausgesprochen ­
  werden,  dass  durch  den  neuen  Redacteur  zwar  nicht  ein
neuer  Codex,  aber  die  wiederholte  Vergleichung  eines  alten  guten
dem  verdorbenen  Texte  zu  Gute  gekommen  ist;  nur  bittet  man  im
            
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