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Joseph Müller.
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*) Mit Ur °s V. erlosch das serbische Fürstengeschlecht der Nemaniden — ein
Fremder bestieg den Thron. Vukasin, Uglesa und Goiko waren,
nach Du-Cange, zu Chlebna in der dalmatinisch-serbischen Narenta geboren,
Sühne eines armen Edelmannes, Namens Mrnava. Stephan Dusan
nahm Mrnava an seinen Hof. Vukasin wurde zum Kral, Uglesa zum Protospatharios,
und Goiko zum Logotheten ernannt. Die immer grössere
Ausbreitung der Türken machte damals dem byzantinischen Hofe ein Bünclniss
mit dem kriegerischen Serben höchst wünschenswert. Bald nach
Ui os V. Tode (1368) schickte daher K. Johannes Paläologos eine ansehnliche
Gesandtschaft an dessen Witwe Elisabeth, die sich zu Plierä in Thessalien
aufhielt. Der Patriarch von Konstantinopel stand an der Spitze.
Die Gesandtschaft hatte den Auftrag, alle Feindschaft, die noch unter
Uios zwischen Serben und Griechen bestand, in Vergessenheit zu bringen
und vielmehr gegen die in Thrakien sich immer weiter ausbreitenden
Türken auf ein Bündniss zur Rettung des griechischen
und serbischen Reiches anzutragen. Es muss
wirklich ein solches Bündniss verabredet worden sein,
denn der Zarostawnik meldet, dass besonders der tapfere
Uglesa in seinen Bruder Vukasin gedrungen sei, sich mit
dem Paläologen zu verbinden und in Makedonien einzulücken.
Engel ibid. p. 321 ff. Clialkondylas meldet sogar von einem
Siege Vukasin über die Türken (1370). Dass die Gesandtschaft wenigstens
eine Kirchenvereinigung zu Stande gebracht, beweisen die beiden hier mitgetheilten
Urkunden. Aber schon in dem Jahre 1371, in welchem der Synodalbeschluss
über die Kirchenvereinigung erfolgte, kamen Uglesa und seine
Brüder in einer Sultan Murad I. gelieferten Schlacht um. Er und Goiko
sollen in der Maritza ertrunken, (In Maritza fluvio sunt demersi 26. Sept.
13 71), Vukasin erst auf der Flucht erschlagen worden sein. Du-Cange.
Familiae Byzantinae p. 294.