Byzantinische Analekten.
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fassen kann, in denen wir einige Belehrung über Geschichte und Zustand
des Reiches zu seiner Zeit erwarten mögen. Sein hier mitgetheiltes
Schreiben ist das dritte in der Reihe seiner „Reorganisationsvorschläge
für den Peloponnes;’’ zwei derselben, einen Brief an Kaiser Manuel, an
den auch der gegenwärtige gerichtet ist, und ein Ratlischlag an den Despoten
Theodor II. Paläologos von Mistra, sind abgedruckt von Gul. Canterus
hinter den Eklogen des Stobäus. Antwerpiae 1575. fol. pag. 211 — 229.
Handschriftlich befinden sich die beiden Schriften im Cod. 519. chart. sec.
XIV. der St. Markus Bibliothek (Catal. p. 279) und in der Laurentiana,
Cod. XVIII. Nr. 9, 10. (plut. 56.) Cod. XXIV. Nr. 6 (plut. 8.), vide Bandini
Catal. II. p. 319 und p. 215. Im Codex Bavaricus Nr. 200 (240). Der hier
abgedruckte Brief findet sich in Cod. Laurent. XXXIII. Nr. 6. (plut. 57)
Band. II. 385. Vergl. Fabricius bibl. gr. ed. Harles Vol. XV. p. 85 —102.
Fallmerayer (Morea II. p. 302.) hat zuerst wieder dieses merkwürdige
Product byzantinischer Schulweisheit zu näherer Kenntniss gebracht. Seine
auszugsweise Übersetzung hat Finlay benutzt (Medieval Greece p. 282);
denn ich vermuthe mit Grund, er habe die Schrift Pletho’s selbst nicht
gesehen. Einige Belehrung für die Geographie und Geschichte Thessaliens
jener Zeit möchte man auch in einer seinen Namen tragenden
„ OsaffaXtas 3(topo*ypa<pta” in Codex phil. gr. Nr. 74 der k. k. Hofbibliothek,
die von Lambecius (lib. VII, p, 165, Nr. 7) als noch unedirtes
Werk bezeichnet wird, vermuthen: diese ^oipo^paepLce QeGGctkiag Tepiarov
rov IIist aber ein Fragment des XI. Buches Strabo’s beginnend:
(v) %wpa) o<7>7 (cod. TrXvjvdo’a) 7rorap.oxlvGr6g lariv (Kramers Ausgabe
pag. 293, cap. 5, lin. 22.) Von geringem Werthe für mittelalterliche
Geographie ist seine Aia^pacpr] andarjg IIsIokovvyjgov , rcapakiov rs
y.cd [LZGo^oiiov. Finlay hält sie fälschlich für unedirt (p. 282, Anmerkung:
The Royal library at Munich contains a Ms. of Plethon, which appears to
be a description of tlie Peloponnesus, a work of some value probably, for
tlie geography of the middle ages. It is to be regretted that it
has not been printed); denn sie befindet sich hinter den beiden Reorganisationsplänen
im angeführten Stobäus von Canter. pag. 230 f. Die
Münchner Hs., die Herr Dr. Konrad Hofmann die Güte hatte, für mich zu vergleichen,
stimmt mit dem Drucke vollkommen überein, nur hat der nachlässige
Abschreiber die Angabe der geographischen Längen und Breiten ausgelassen.
Die alten Namen der Orte sind vorangestellt, die neuen nur hin und
wieder beijefügt. Ich führe diese Namen hier auf, als den einzigen Gewinn,
der für uns aus dieser Schrift zu ziehen ist: Aiyvpa vOv