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G. L. F. Tafel.
selbst verstand, aber nicht bei allen Theilen der Bonner Sammlung
beobachtet worden ist, indem bei einigen Autoren die Praefationen
der frühem Herausgeber nicht wiederholt worden sind.
In der sehr kurzen Vorrede sagt der Herausgeber, dass er die
aus sechs Handschriften geschöpfte Farrago variarum lectionum,
welche in der Pariser Ausgabe hinter dem Texte folgt, in ihre Elemente
aufgelöst, und das Einzelne an den geeigneten Stellen des
Textes untergebracht habe, eine Bemerkung, die bei der bekannten
Einrichtung der ganzen neuen Sammlung nicht einmal ausdrücklich
gemacht zu werden brauchte, da hier alles, was man hei einem
Autor von kritischem Apparat beifügen wollte oder auch konnte,
zum Danke der modernen Leser gleich unter den Text gesetzt wurde,
während hinsichtlich der Erklärung die alte Unbequemlichkeit stabil
gehliehen ist, und man die Commentare (hei einigen Autoren sind
die früheren sogar ganz unterdrückt worden, was u. a. von Simocatta
gilt) noch immer abgesondert hinter dem Texte wie in einem eigenen
Buche, und zwar öfter an verschiedenen Orten, suchen muss.
Von dieser halben Massregel, und anderem der Art, was der gemeinpraktischen
Seite alles Bücherwesens angehört, wird hinsichtlich
der neuen Collection bei einem anderen Anlass umständlicher
geredet werden. Mit jener Bemerkung verbindet sodann der Herausgeber
die besondere Notiz, dass seiner Arbeit die neue Collation
eines Codex Coislinianus in der k. französischen Bibliothek zu Paris
zu Gute gekommen sei, welcher unter den bekannten als der hei
weitem beste der Theophanischen Chronographie bezeichnet zu werden
verdiene, und mit dessen Hülfe das verdorbene Original an
zahllosen Stellen verbessert werden konnte. Wir erkennen diese
wirkliche Zierde der neuen Ausgabe mit vollem Danke an, bedauern
jedoch, dass uns der gelehrte Herausgeber über einige andere Puncte
im Unklarengelassen hat, zu deren Aufhellung in einer Vorrede die
geeignete Stelle zu sein scheint. Einmal vermissen wir auch in dieser
letzten Ausgabe seihst die nothdürftigste Äusserung über Alter
und Werth jener sechs Manuscripte, aus deren Lesarten die Goarsche
Farrago zusammengesetzt ist; sodann ist nicht angegeben, ob
sich der Herausgeber mit der Bichtigkeit jener Farrago im Einzelnen
beruhigt, oder, was man wünschen konnte, jene nämlichen
Codices gleichfalls einer neuen Vergleichung unterzogen habe, wie
das beim wichtigen Coislinianus geschehen ist. Ohne Zweifel ist