Theophanis Chronographia.
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wenn er dergleichen wüsste, beneiden würde, zumal in Fällen, wo
es sich z. B. um Verbesserung des Livianischen Textes, oder gar um
gewünschte Wiederherstellung ganzer fehlender Theile desselben
Werkes mittelst solcher Quellen handelte, aus denen der berühmte
Pataviner schöpfte, oder die aus ihm abgeleitet sind. Ich komme
jedoch auf den vortrefflichen Comhefis zurück, um mit Dank auszusprechen
, dass besonders er es war, der mit dem Gebrauche
des gedachten Hülfsmittels der Kritik nebst Hinzuziehung der wichtigen
Anastasischen Übersetzung einen ernsten Anfang machte, welchem
man bei der neuesten Sammlung der Scriptores historiae
Byzantinae nicht bloss eine Nachahmung, sondern — nach fast zweihundert
Jahren — die möglichste Vollendung gönnen mochte. —
Über die Pariser Ausgabe ist weiter zu bemerken, dass ihr zum
Schluss eine reiche Variantensammlung beigegeben ist, wozu noch
ein vom Comhefis verfasster allerdings reichhaltiger Index rerum et
verborum kommt, dessen Fülle sich jedoch auf die historischen Personen
beschränkt, während die Nennung der Länder- und Ortsnamen
u. dergl. dürftig ausgefallen, die Angabe der Sachen und
Worte aber ganz unterblieben ist. Die Bonner Ausgabe hat auch
diesen Index unverändert wiedergegeben, jedoch einen unsern Dank
verdienenden Versuch eines griechischen Glossars beigefügt. —Von
der lateinischen Übersetzung des alten Anastasius Bibliothecarius
soll gleich nachher besonders gesprochen werden.
Die Bonner Ausgabe des Theophanes ist in den Jahren 1839
und 1841 in zwei starken Bänden erschienen, deren erster durch
Herrn Johann Classen, der zweite, mit Ausnahme des von demselben
Gelehrten verfassten Index grammaticus, durch Herrn Immanuel
Bekker besorgt worden ist -— eine Theilung des Geschäftes,
deren Gründe nicht bekannt geworden sind; doch mögen dieselben
nicht unerheblich gewesen sein, da die besondere Herausgabe der
Anastasischen Übersetzung und der Goar-Combefisischen Commentare
durch einen zweiten Redacteur die Aufmerksamkeit des ersten,
Avelchem die Kritik oblag, von jenen wichtigen Hülfsmitteln des Verständnisses
und der Textberichtigung ablenken konnte, was auch,
wie nur zu deutlich, in der That geschehen ist.
Herr Classen hat, um gleich die Beurtheilung seiner Arbeit
zu beginnen, mit Recht die kurze, aber sinnige Combefisische Vorrede
wieder abdrucken lassen, was sich, sollte man meinen, von