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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 9. Band, (Jahrgang 1852)

Byzantinische  Analekten.

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Patriarchen  von  Ipek  und  Serbien  übergab  und  dessen  Diösese
unterordnete.  Von  diesem  wurden  dann  auf  gesetzwidrige  Weise  die
Erzbischöfe  und  Vorstände  unserer  Kirchen  ordinirt,  wesslialb  sie
sich  sännntlich  aus  unserer  Gemeinschaft  lostrennten;  zuerst  der
genannte  Erzbischof  selbst  und  mit  ihm  alle  anderen  Erzbischöfe,
Bischöfe,  Diakonen  und  Priester,  die  von  ihm  die  Weihe  empfangen ­
  hatten;  und  nicht  gering  war  die  Spaltung  in  der  Kirche
Christi,  da  nothwendiger  Weise  sich  mit  den  Priestern  auch  die
zahlreiche,  ja  beinahe  unzählbare  Christengemeinde  der  dortigen
Lande  von  der  grossen,  allgemeinen  Kirche  losriss.
Da  aber  jetzt  der  glückselige  Herrscher  Serbiens,  Herr  Johannes ­
  Uglesa,  ein  rechtlich  denkender,  edler  Mann  von  trefflicher
Art,  gewissenhaft  und  gottesfürclitig,  nach  Besitznahme  der  unseren
Gegenden  zunächst  gelegenen  Länder  diese  Kirchen  der  eigenen
Mutter  und  dem  Haupte  aller  Kirchen  wieder  zurückzustellen  bereit
ist  und  um  die  Wiedervereinigung  mit  der  allgemeinen  Kirche  bei
unserer  Demuth  und  der  um  sie  versammelten  heiligen  grossen  Synode
nachgesucht  hat,  so  kam  dies  preiswürdige  Werk  durch  das  Wohlgefallen ­
  unseres  alles  befriedenden  Herrn  und  Heilands,  der  durch
sein  Fleisch  alle  Feindschaft  vernichtet  hat,  zu  Stande,  und  den
Kirchen  wurde  der  Frieden  gegeben,  den  Herr  Jesus  Christus,  als
er  sich  zum  freiwilligen  Kreuzestode  dahingab,  als  väterliches  Erbtheil
  seinen  Schülern  hinterliess.  Die  genannten  Metropolen  wurden ­
  wieder  mit  der  grossen  allgemeinen  Kirche  vereinigt,  die  nun
abermals  ihrer  Rechte,  welcher  sie  vor  Jahren  beraubt  worden,  geniesst.
  Wir  nehmen  demnach  die  Geistlichkeit  Serbiens  wieder  in
unsere  Gemeinschaft  auf,  da  eine  vollständige  Einigung  und  Wiederherstellung ­
  des  früheren  Zustandes  Statt  gefunden  hat.
Über  dies  alles  berieth  sich  unsere  Demuth  mit  der  um  sie
versammelten  Synode  der  heiligen,  hochwürdigen  Erzbischöfe,  und
erlässt  gegenwärtige  gesiegelte  Urkunde,  durch  die  sie  im  heiligen
Geiste  befiehlt,  dieses  heilige  Werk  solle  von  nun  bleibend  und
dauernd,  die  Kirche  Serbiens  mit  der  heiligsten,  allgemeinen
Kirche  Christi  für  immer  vereint,  und  Niemand  das  Wagniss  erlaubt
sein,  sie  wieder  von  der  grossen  Kirche  zu  trennen,  was  auch  immer ­
  in  den  genannten  Landstrichen  sich  ereignen  möge,  sei  es  ein
Wechsel  des  Herrschers  oder  irgend  anderes.  Zu  grösserer  Sicherheit ­
  spricht  aber  unsere  Demuth  durch  diesen  Synodalbeschluss  zu-24


            
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