Byzantinische Analekten.
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Patriarchen von Ipek und Serbien übergab und dessen Diösese
unterordnete. Von diesem wurden dann auf gesetzwidrige Weise die
Erzbischöfe und Vorstände unserer Kirchen ordinirt, wesslialb sie
sich sännntlich aus unserer Gemeinschaft lostrennten; zuerst der
genannte Erzbischof selbst und mit ihm alle anderen Erzbischöfe,
Bischöfe, Diakonen und Priester, die von ihm die Weihe empfangen
hatten; und nicht gering war die Spaltung in der Kirche
Christi, da nothwendiger Weise sich mit den Priestern auch die
zahlreiche, ja beinahe unzählbare Christengemeinde der dortigen
Lande von der grossen, allgemeinen Kirche losriss.
Da aber jetzt der glückselige Herrscher Serbiens, Herr Johannes
Uglesa, ein rechtlich denkender, edler Mann von trefflicher
Art, gewissenhaft und gottesfürclitig, nach Besitznahme der unseren
Gegenden zunächst gelegenen Länder diese Kirchen der eigenen
Mutter und dem Haupte aller Kirchen wieder zurückzustellen bereit
ist und um die Wiedervereinigung mit der allgemeinen Kirche bei
unserer Demuth und der um sie versammelten heiligen grossen Synode
nachgesucht hat, so kam dies preiswürdige Werk durch das Wohlgefallen
unseres alles befriedenden Herrn und Heilands, der durch
sein Fleisch alle Feindschaft vernichtet hat, zu Stande, und den
Kirchen wurde der Frieden gegeben, den Herr Jesus Christus, als
er sich zum freiwilligen Kreuzestode dahingab, als väterliches Erbtheil
seinen Schülern hinterliess. Die genannten Metropolen wurden
wieder mit der grossen allgemeinen Kirche vereinigt, die nun
abermals ihrer Rechte, welcher sie vor Jahren beraubt worden, geniesst.
Wir nehmen demnach die Geistlichkeit Serbiens wieder in
unsere Gemeinschaft auf, da eine vollständige Einigung und Wiederherstellung
des früheren Zustandes Statt gefunden hat.
Über dies alles berieth sich unsere Demuth mit der um sie
versammelten Synode der heiligen, hochwürdigen Erzbischöfe, und
erlässt gegenwärtige gesiegelte Urkunde, durch die sie im heiligen
Geiste befiehlt, dieses heilige Werk solle von nun bleibend und
dauernd, die Kirche Serbiens mit der heiligsten, allgemeinen
Kirche Christi für immer vereint, und Niemand das Wagniss erlaubt
sein, sie wieder von der grossen Kirche zu trennen, was auch immer
in den genannten Landstrichen sich ereignen möge, sei es ein
Wechsel des Herrschers oder irgend anderes. Zu grösserer Sicherheit
spricht aber unsere Demuth durch diesen Synodalbeschluss zu-24