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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 9. Band, (Jahrgang 1852)

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Prof.  Goldenthal.

diese  letztere  äussert  sich  der  Verfasser  in  seinem  Vorworte  sehr
bescheiden  wie  folgt:  „Die  Übersetzungen  betreibend,  welche  wir
unserem  Werke  hier  beilegten,  erklären  wir  hiermit,  dass  sie  sich
nur  für  gereimte  Prosa  ausgeben,  ohne  irgend  ein  metrisches
Verdienst  für  sich  anzusprechen.”
Dass  wir  von  den  Lebensumständen  des  Verfassers  so  wenig  erfahren, ­
  trägt  Herr  Dukes  keine  Schuld;  es  liegen  einmal  keine  Daten
vor.  Aber  da  hätte  wenigstens  Herr  Dukes  nicht  auf  das  Titelblatt
seiner  Schrift  setzen  sollen:  „Darstellung  seines  Lebensund
literarischen  Wirkens”  (des  R.  Mose  ben  Esra);  man  stellt  sich  ja
dadurch  mehr  vor,  und  hat  vollkommenes  Recht  Ansprüche  zu  machen.
Ferner  müsste  unter  den  hebräischen  Beilagen  auch  Einiges  aus
dem  Werke  Tars  ehisch  hier  Platz  finden.  Herr  Dukes  bemerkt
zwar  selbst:  „Hebräische  Proben  aus  dem  Tarschisch  sind  hier  weggeblieben, ­
  weil  wir  unter  günstigen  Umständen  das  ganze  Werk
herauszugeben  gesonnen  sind,”  und  eine  fünf  Jahre  später  abgedruckte ­
  Ankündigung  sammt  Probe  liegt  uns  sogar  vor;  aber  eben
diese  separate  Ankündigung,  welche  leicht  verloren  geht,  und  die
Unwahrscheinlichkeit  der  baldigen  Ermöglichung  zum  Drucke  desselben ­
  macht  das  Nichtanschliessen  einiger  Proben  an  dieses  Schriftchen
  fühlbar.  Zudem  ist  das  Tarschisch  ein  Hauptwerk  R.  Mose
ben  Esra’s,  so  durfte  eine  klare  und  stoffliche  Anschaulichmachung
desselben  in  dessen  Rilde  nicht  fehlen,  sofern  eine  gewisse  Vollständigkeit ­
  erzielt  werden  sollte.
Wie  nun  Herr  Dukes  Anknüpfungspuncte  hervorsucht,  um  dies
sein  gegenwärtiges  Schriftchen  über  R.  Moses  ben  Esra  mit  seinem
früher  herausgegebenen  „Ehrensäulen  und  Denksteine”  in  einen
Connex'Zu  bringen,  indem  er  den  ersten  Paragraphen  folgenderweise
anfangt:  „An  Salomo  ben  Gebirol  schlossen  sich  mehrere  der
reichbegabteston  Geister  an  u.  s.  w.  Einer  derjenigen,  welche  der
Zeit  nach  Gebirol  am  nächsten  stehen,  ist  Moses  ben  Jacob
Eben  Esra  aus  Granada  in  Spanien,  unstreitig  einer  der  geistreichsten ­
  Männer,  welche  die  maurisch-jüdische  Epoche  hervorgebracht,”
so  kommt  er  auch  wieder  hier  auf  seine  dort  angekündigte  Geschichte ­
  der  schönen  Literatur  zurück,  und  zwar  mit  der  ausdrücklichen ­
  Behauptung,  dass  er  bereits  jenen  entworfenen  Plan  zum  Tlieil
ausgeführt  habe.  Der  erste  Band  dieser  Geschichte  soll,  nach  seiner
Aussage,  die  allgemeinen  Momente  der  Geschichte  dieser  Literatur
            
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