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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 9. Band, (Jahrgang 1852)

Die  neueste  historische  Schule  in  der  jüdischen  Literatur.

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])en  von  Charisi  wieder  abgedruckt,  so  wie  auch  das  später  mit
der  vollständigen  Ausgabe  des  Parc  h  o  n’scben  Lexikons  ("[m)  mitabgedruckte
  Fragment  des  Gebirol’schen  grammatischen  Gedichtes;
dagegen  enthalten  die  deutschen  Beilagen  Übersetzungen  mehrerer
Gedichte  Gebirol’s,  besonders  des  bereits  erwähnten  vortrefflichen
Chether  Malcliuth  (m^a  iro),  Königskrone.  Es  ist  dieses  Gedicht
später  auch  durch  Leopold  Stein  metrisch,  und  dann  ferner  von
Herrn  Dr.  Sachs,  Prediger  in  Berlin,  recht  elegant  übersetzt  worden; ­
  doch  gebührt  Herrn  Dukes  jedenfalls  das  Beeilt  der  Primitivität. ­
  Ebenso  liefert  er  hier  einfach  wörtliche  Übersetzungen  mehrerer ­
  Pforten  aus  dem  Buche  Tachkemoni  des  B.  Jehudah  Al  charisi,
welche  gar  nicht  unverdienstlich  sind.  Und  in  der  Tliat  lässt  sich
mit  einer  solchen  einfachen  wörtlich-treuen  Übersetzung,  Avenn  es
nun  einmal  keine  meisterhafte  Rückert’sche  sein  kann,  die  mit  der
Sinnestreue  auch  die  äussere  Form  Aviedergibt,  viel  eher  zufrieden
stellen,  als  mit  einer,  die  auf  halbem  Wefe  stehen  gebliehen,  und
die  Avegen  des  Strebens  poetische  Form  zu  geAväliren,  der  Sinnestreue ­
  Abbruch  thut  und  doch  auch  zugleich  jene  nicht  in  dem  Grade
besitzt,  um  für  diese  vollkommenen  Ersatz  zu  leisten.
Bevor  Avir  nun  zu  dem  Weiteren  übergehen,  Avollen  Avir  noch
eine  Anfrage  des  Verfassers,  Seite  28  dieser  Schrift  in  der  Anmerkung, ­
  beantAvorten.  Bei  Gelegenheit  der  Envähnung  des  Werkes:
Mussre  ha-Philosophim  (QiQIDl^'Dn  'IDlö),  Sittensprüche  der
Philosophen,  das  von  Chananja  ben  Isak  lia-Jozeri  aus
dem  Griechischen  ins  Arabische  und  aus  diesem  von  R.  Jehudah
Al  charisi  ins  Hebräische  übersetzt  Avorden,  bemerkt  nämlich  Herr
Dukes  Folgendes:  „Eben  Esra  zu  Ende  Daniel  erwähnt  einen  ge-Avissen
  Ben  ha-Jozer,  der  ein  Buch  geschrieben  hatte  u.  s.  av.,
avo  Eben  Esra  auf  den  Namen  des  Autors  (Ben  ha-Jo  zer,  Töpfersolm) ­
  anspielend  sagt:  ich  zertrümmerte  seine  Werke  Avie  Töpfergeräthe
  u.  s.  f.;  Avir  Avissen  nicht  ob  er  mit  dem  hier  Gemeinten
anvenvandt  Avar,  oder  ob  dieser  Übersetzer  der  bekannte  Honain  ben
Isak  ist?”  Wir  können  darauf  mit  Bestimmtheit  antworten,  dass  es
Avirklich  kein  anderer  als  der  bekannte  Honain  ben  Isak  ist,  der  noch
viele  andere  medicinische  und  philosophische  Schriften  aus  dem
Griechischen  ins  Arabische  übersetzt  hatte.  Sein  Beiname  ha  -  J  oz
  eri  (rrklVi)  ist  Druckfehler  und  muss  heissen  ha  -N  o  z  er  i  ('Hitun,
das  3  Nun  mag  vielleicht  in  der  Handschrift  nicht  recht  deutlich  ge-
            
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