Die neueste historische Schule in der jüdischen Literatur.
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am meisten gewidmet zu sein scheint, so gering an Zahl, und dazu
noch lakonisch-einsylbig aufgezeichnet, dass sie wie zufällig hineingeschlichen
betrachtet werden können. Nicht mit Unrecht gehen die
späteren Literargeschiclite-Bearbeiter von den da gegebenen Notizen
aus, und stützen sich darauf wie auf ein Buch echter Tradition. Es
gewährt in der That bei der chronikartigen Kürze auch chronikangemessene
naive, reine Wahrheit. Nach den zwei alten Ausgaben
(Mantua 1313 und Venedig 1346) erschien es mehrere Male im
Drucke, und gehört noch immer zu den nicht häufig anzutreffenden.
Ein zweites ist das bekannte Werk Juchassin (ponv) > von R.
Abraham Zaeuto, einem Spanier aus Salamanca und gewesenem Professor
der Astronomie zu Saragossa (blühete gegen die Mitte des
fünfzehnten Jahrhunderts). Die Grenzmarken der Behandlung sich
in ausgedehnterem Horizonte absteckend, unternimmt er es zuerst
auch die Lehrer des Talmuds und der Mischnah in das Bereich seinei
Forschung zu ziehen. Alphabetisch geordnet behandelt er dieselben
in historischer und biographischer Beziehung mit Angabe der Stellen,
wo sie nebst ihren wichtigsten Aussprüchen Vorkommen, so dass nicht
nur an geschichtlicher Kenntniss ihrer selbst, sondern auch, was bei
weitem viel mehr Werth in sich trägt, an inhaltlicher Erklärung und
systematischer Zurechtlegung derjenigen Wissenschaft, welche sie
vertreten, bedeutend gewonnen worden ist. Als Geschichtsquelle
stehet es dem Vorigen an Zuverlässigkeit nicht nach. Es ist überhaupt
ein Werk, das mit einer gewissermassen zu nennenden Ausfühl -
lichkeit geschichtliche Wahrheit und Gründlichkeit der F orschung
verbindet. Anlage und Systematik zeigen überdies den studirten und
gut eingeschulten Schriftsteller. Dass er das obige Werkchen ha-Kabbalah
benutzt hatte, war nicht anders als billig und erforderlich.
Schalscheleth ha-Kabbalah (rfopn rbvbv), die Kette der
Tradition, ist ferner das dritte in der Reihe der literargeschichtliehen
Werke, welche aus der spanisch-arabischen Periode datiren.
Rabbi Gedaljah, aus der Gelehrten-Familie Jachia in Portugal stammend
und blühend im sechzehnten Jahrhundert, trug es aus den
erwähnten Quellen zusammen, indem er noch manche andere abseiten
liegende benutzte. Gediegenheit und Genauigkeit ist gei’ade das,
was dem Werke am meisten zu wünschen gewesen wäre.
An diese Terne aus der classischen Zeit schliesst sich eine andere
spätere aus der italienisch-deutschen Schule, welche das Buch