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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 9. Band, (Jahrgang 1852)

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Joseph  Chmel.

beiten  nach  Rom  zu  reisen  vorgab,  zu  König  Friedrich  gekommen
sei,  der  ihm  Empfehlungsschreiben  an  die  römische  Curie  geben
sollte,  indess  er  wie  sich  zeigte  den  Auftrag  hatte,  die  letztere  gegen ­
  den  König  zu  stimmen.
Meister  Thomas  wollte  die  Umgebung  des  jungen  L  adislaus,
in  der  er  ohne  Zweifel  zahlreiche  Verbindungen  hatte,  für  einen  Plan
gewinnen,  dessen  Ausführung  später  versucht  aber  ebenfalls  vereitelt
wurde.
Aus  den  ihm  abgenommenen  Schreiben  ersah  der  König,  dass
man  den  Papst  aulforderte,  ihn  zur  Auslieferung  seines  Mündels
nicht  bloss  zu  bereden,  sondern  dieselbe  ihm  förmlich  aufzutragen.
  („Ipsa  Sanctitas  vestra  per  suader  e  ac  iniunqere
velit*)

recht  äkchern  am  mulgericht  gelegen  den  ain  hat  inn  Hanns  Trunkchl  ze
Pnsemdarft  den  andern  hat  inn  Mertt  am  Wasen;  it.  auf  fünff  purkchrecht
äkchern  gelegen  aüff  Lewpoltsdarffer  aw  derselbin  ekcher  hat  zwen  inn  Hanns
Haberleytter  auf  der  Stetten  ain  der  Paul  am  Kuennperig  ain  Mert  Czinczendarffer
  und  ain  Tlioman  der  Mayrin  sun  ze  Menkch”).  —  Zeugen:  die  edlen
Hanns  P  al  tr  a  m,  Pfleger  zu  Weiglspach  und  Wolfgang  Swanvelder.
(Orig.  Perg.  ,3  Siegel,  1  fehlt).  —  Am  27.  April  (Montag  nach  St.  Jörgentag)
  1450  verkauft  Erasmus  Volkrat  dem  Meister  Thomas  Angelpek,  Pfarrer
zu  St.  Leonhard  im  Forst  2  Theile  Zehent  zu  Rueberstorf,  in  der  Rupreclitshofner
  Pfarre,  auf  Gründen  und  Feldern,  die  vormals  zu  5  Hofstätten  gehört
haben  und  nun  zu  3  Gütern,  die  man  Lehen  nennt,  gehören  ;  der  Zejient  ist
ein  Lehen  von  dem  Edlen  Herrn  Albrecht  von  Wildungsmaur.  —  Die  Urkunde ­
  ist  bekräftigt  durch  die  Siegel  der  Edlen  Peter  „Gawbitz'’  im  „Dwerichpach”
  und  Hanns  Paltram  Pfleger  zu  „Weigselpach.”  (Orig.  Perg.  3  Siegel.)
Dei  Pfarrer  hatte  diesen  Zehent  zur  Stiftung  eines  dritten  Cooperators
(,,gesellen  ’)  in  seiner  Pfarre  erkauft,  und  der  Lehensherr,  Herr  Albrecht
von  Wildungsmaur,  machte  ihn  durch  Urkunde  vom  24.  Mai  1450  (H.  Pfingsttag)
  zu  freiem  Eigen.  (Orig.  Perg.  1  Siegel,  fehlt).  Wahrscheinlich
behielt  Meister  Thomas  seine  Pfründe  St.  Leonhard  auch  nachdem  er  Canonicus
  zu  Wien  geworden.  —
‘)  Ich  glaube,  dass  die  von  Pray  (Annales  regum  Hungariae  III,  S.  92—97)
aus  der  Melker  Handschrift  Nr.  13  mitgetheilte  Instruction,  welche  von
ihm  nach  dem  zwischen  den  österreichischen  und  ungrischen  Ständen
am  5.  März  1452  abgeschlossenen  Bündnisse  eingereiht  wird,  um  einige
Monate  früher  anzusetzen  ist,  wie  auch  anderes  am  unpassenden  Orte
steht.  Die  österreichischen  Unzufriedenen  schickten  bereits  in  der  zweiten
Hälfte  des  Monats  Jänner  1452  den  Thomas  Angelpek  zur  Curie,  ihm
wurde  diese  Instruction  mitgegeben;  er  sollte  insbesonders  mit  dem
            
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