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Springe r.
SITZUNG VOM 23. JUNI 1852.
Das c. M., Hr. Wolny, Subprior des Klosters Raigern, sendet
der Classe ein neues Verzeichniss von Urkunden zur Geschichte Ton
Böhmen, Mähren, Ungern u. s. w. mit dem Erbieten, die Yon der
historischen Commission gewünschten ganz in Abschrift mitzutheilen.
Zugleich zeigt er an, dass Mangel an Zeit ihn hindere, den yon ihm
für die akademischen Schriften längst zugesagten Aufsatz über „die
heidnischen Alterthümer und Grabstätten in Mähren,” selbst auszuarbeiten;
dass aber dies zu thun Hr. Prof. Dudik nun übernommen
habe, dem er daher die von ihm gesammelten Materialien und Vorarbeiten
zu Gebote stelle.
Auf Ansuchen der k. haier. Akademiker, der Hrn. Prof. Tafel y
und Thomas, beschliesst die Classe, diesen beiden Herren, die für
die Fontes der histor. Commission die Bearbeitung eines Tlieils
der venetianischen Urkunden übernommen haben, ein dringendes
Empfehlungsschreiben an die k. k. Statthalterei von Venedig mitzugeben,
um ihnen die Benützung der dortigen wissenschaftlichen Anstalten
möglichst zu erleichtern.
' Gelesen i
Parallelen zwischen politischen und materiellen Bauten.
Von dem w. M. Hrn. Springer.
Das Bauen und Gestalten ist eine Sache, von der die Menschen
nimmer lassen können. Nicht das blosse Bedürfniss treibt sie dazu,
ein viel weiter gehender Drang führt sie rastlos zur Umbildung der Dinge
und Verhältnisse, unter welchen sie aus Wahl oder Nothwendigkeit
leben. Schon das Kind stellt in seinen Spielwerken allerlei Anlagen
her und ergötzt sich an dem Anblick seiner wohlfeilen Schöpfung ;
aber kaum hat der kleine Architekt die Arbeit seiner Lust vollendet