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Georg Zapp ert.
befanden sicli zwei zuchtlose Schüler, die zurecht zu bringen dem
Meister nicht gelingen wollte. Als er unter diesen vergeblichen Bemühungen
gestorben war, erschien drei oder vier Tage nach dessen
Tode der Teufel vor der in der Schule versammelten Jugend in der
Gestalt des verstorbenen Magisters mit einer eisernen Ruthe in der
Hand, und bedeutete jenen beiden Ungehorsamen drohend, dass sie
in Bälde zu sterben haben würden. Nach einigen Tagen verschieden
die beiden Schüler 78 ). Wir werden in dieser Erzählung unsern
Knecht Ruppre cht zu erkennen vermögen, wie er noch heutigen
Tages in manchen Orten in der Maske des Teufels leibt, lebt und
schreckt.
Solcher Weise verbreiteten die Magister Scheu und Schrecken
um sich. Mit dem dürren Besen in der Hand begleiteten sie ihre
Schüler durch das Paradies der Jugend, und unter Ruthenhieben
klommen diese den von Kinderthränen 79 ) reichlich bethaueten
Steilpfad der Grammatik, Dialektik u. s. f. empor. Heiligen, frommen
Männern, denen Mit- und Nachwelt Lorbern flocht, denen band die
Zeit ihrer Kindheit nur Ruthenbündel und Geissein. Als Christus
zur Schule ging, und einst von dem Lehrer geschlagen worden war,
verdorrte diesem alsofort die Hand, mit der er die Streiche geführt
hatte 80 ). Der h. Augustinus empfand die strafende Rechte des Schul-78
) Contigit ergo magistrum mori, et tertio die aut quarto in media schola, in
effigie magistri, diabolum cum virga ferrea coram omnibus apparere.
Nec mora cum truci vultu in dictos adolescentes exurgens, et cum virga
mortem illis intentans repente disparuit etc. Thom. Cantiprat. (f c. 1263)
Bon. univers. p. 176. cnf. Vit. S. Ansueri A. S. S. Jul. 4, 106, d, e.
Eine ähnliche Stelle wo der Teufel mit Ruthe oder Gerte bewaffnet erscheint,
bei Petrus Diaconus. Diabolum in via stantem repperit, statura procerum,
digitos ac ungulas habentem valde longissimos, virgamque in
manu tenentem. P. D. (c. 1140) Chron. Casin. ap. P. M. Germ. 9, 732,1. 48.
79 ) Cum quanto gemitu eruperit in lacrimas, quas baut secus ac puer septuennis
sub magistri ferula edere videbatur. Anselm, (c. 1056) Gest.
Epis. Leod. ap. P. M. Germ. 9, 220, 1. 18.
8Ü ) Evangel. infant. Servat. c. 49. ap. Thilo Cod. apocr. N. T. 1, 125.
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