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Georg Z a p p e r t.
Den Ausspruch Salomo’s „Wer die Ruthe spart, hasst seinen
Sohn, der ihn liebt, der züchtigt ihn” 54 ), diese Maxime häuslicher
Erziehung erklärten die Lehrer der Kirche als die ihre. Sie empfehlen
christlichen Eltern gegen ungehorsame unachtsame Kinder
die Anwendung körperlicher Strafen.
„Rufe deinen Sohn, erschrecke ihn, dräue ihm mit Schlägen,
wenn er dies Gebot nicht hält” 55 ). Eltern, die sich hierin lässig
zeigen, erfahren ihre Rüge. „Heli, der Vater ungerathener Söhne, hätte
seiner Ermahnung Drohungen hinzufügen, sie von seinem Angesicht
entfernen, sie mit Schlägen züchtigen sollen 56 )”. Ja selbst die von
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Per fpridjet, facr ben befmen fpar,
baj ber ben fun orrfttme gar.
Walt. V. d. Vogelw. p. 23, v. 29. cnf. Proverb. 13, v. 24.
55 ) S. Chrysostom. Homil. adv. Ant. op. T. 2, 198.
Qui puero parcit, leve cor pinguedine farcit
Qui flagra continuat, pingue cor extennat.
Marbod. (f 1123) op. cl. 1623. edt. Beaug.
S. Petrus Caelestinus (Papst 1294) stellt als Norm „De araore Filiorum”
die Verse Proverb. 13, v. 24 u. Eccles. 30, v. 1 auf. De Vit. hom. ap. Bibi.
Patr. Max. Lugd. 25, 799, a.
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nctd) tntnem nullen, als er fol,
td) flitege in xtnbe ruogte in wo!
Thom. v. Zirclar. Wälsch. Gast. v. 12660. s. 344. edt. Rückert.
Man soll mit Kindern nicht zu freundlich sein, ihre Feindschaft die man
durch die Ruthe sich zuzieht wird Kindern heilsamer sein, als die hreundschaft,
die man sich durch zu grosse Nachsicht erwirbt.
ptn friuitlfdjaft ift gar enmtljt
ba non ein ebel kint oerbirbet
ttnb gar an ben eren ftirbet.
ein nintfd)aft im ba be33er waere
ba int ber befein tugent baere.
Konrad v. Haslau. (c. S. XIII etc.) Der Jüngling. Haupt Zeitschrift f. deut.
Altert. 8, 582, v. 1106.
50 ) S. Chrysost. adv. opp. vit monast. op. 1, 79, d.
Weil sie ihre Kinder nicht schlagen, sie nicht mit harten Worten bestrafen
— so müssen sie oft sehen, dass sie in schweren Verbrechen ergriffen
vor Gericht gezogen und vom Henker enthauptet werden, ibd. p. 3, 319, a.