Stal) und Rutlie im Mittelalter.
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Waltliarius Hess sich einen an der obern Spitze mit Ringen
versehenen Stock fertigen. An jeden Ring Hess er Glöckchen hängen,
zog Pilgergewand an und wanderte in diesem Aufzug, um die
Zucht der Klöster zu prüfen, durch die Welt. Sobald er in eine
Klosterkirche trat, stiess er seinen Schellenstab zu Roden, kehrte
sich dann keiner der im Chor versammelten Mönche neugierig um,
so hielt er sie für wohldisciplinirt 8S ). Der Pilgerstab Peters von
Amiens wird von einem Dichter des XIII. Jahrhunderts als „tors et
quarre” bezeichnet 34 ). Der Pilgerstab erscheint gleich dem Botenstab
mit kugelförmigem Ende, bald als blos bis zur Hand, bald als ein
bis zu Manneshöhe sich erhebender Stock 85 ). Letzterer scheint vorzugsweise
den nach Jerusalem Pilgernden zugekommen zu sein,
die sich auch noch durch andere Abzeichen von den nach Rom, Compostella
u. s. f. Fahrenden zu unterscheiden suchten. Von Frankreich,
das sich am lebhaftesten an der bewaffneten Pilgerfahrt der Kreuzzüge
betheiligte, von französischen Bussfahrern zum heil. Grabe dürfte
die Ausbildung der Pilgergewandung wie des Stabes am thätigsten
gefördert worden sein. Ihre Sprache räumt dem Pilgerstab zu seiner
Bezeichnung das Wort bourdon ein 30 ); in unserer wird (litb nur
baculos benedicere, quatenus portantes eos in peregr inationis signum
et suorum corporum sustentatione etc. Marten, d. ant. eccles. ritib.
2, 841, e. cnf. Anmerk. 37.
33 ) Continuo baculum queritans per pul er um in cuius summitate plurimis
configi precepit anulis, qui per singulis ipsorum anorum (1. anulorum)
singulis tintinnabulis appendi fecit; sumensque habitum peregrinis etc.
Chron. Novalicens. (c. 1048) ap. P. M. Germ. 9, p. 86, 1. 7.
34 ) II monta sur un asne, prist escherpe et bordon.
La Chans. D’Antiocbe. 1, p. 14, v. 3.
Et Pieres li Hermites, li pelerins senes,
Son bordon en sa main, qui fu fors et quarr6s
ibd. 2, 221, v. 15.
35 ) Abbildung bei Strutt The regal and eccles. antiq. p. 89, Tbl. XLIV, und im
Cod. pal. Vindobon. AN. 38. A. 7. p. 100 b. p. 80». (S. XV.) Auch bei
Simon Memmi Miracol. d. S. Raniere in Campo Sant. d. Pisa. edt. Lasinio.
3Ö ) Et as burduns esbuele,
Rob. YVace 1. rom. d. Rou. 1, p. 405, v. 8176. Le Duc tout nu piez ä tout
son bourdon aloit apres. Chron. d. 1. Normand. ap. Bouquet. Recueil 11,
327, a. cnf. Du Cang. gloss. v. burdo. 1, 810, cl. 1. nr. 5. ibd. v. bourdon.
7, p. 70, cl. 2.