Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 99. Band, (Jahrgang 1881)

Das  Güterreclit  der  Ehegatten  im  Stiftslande  Salzburg.

79

vom  5.  October  1524)  und  den  Recess  der  jüngsten  Salzburger
Synode  (gehalten  vom  7.  April  bis  16.  Mai  1525)  für  so  lange,
als  nicht  durch  das  heilige  römische  Reich  und  ein  gemeines
christliches  Concilium  andere  Anordnungen  getroffen  werden,
bestätigt,  erklärt  der  Zusatz,  dass  unterdessen  Vergleiche  und
Verhandlungen  zwischen  den  Priestern  und  Pfarrleuten  durch  die
mit  dem  Willen  der  Landschaft  entsendeten  Commissarien  zu
Stande  gekommen  seien,  welche  beobachtet  werden  sollen.
Dass  in  der  Handschrift  nur  ein  vorläufiger  Entwurf  enthalten ­
  ist,  wird  bewiesen  durch  den  Umstand,  dass  bei  Fristen
und  Strafsummen  statt  einer  bestimmten  Zahl  wiederholt  N
Jahre  oder  Gulden  angesetzt  sind,  wie  z.  B.  Bl.  41 a ,  54 :l ,  130 b ,
ferner  durch  die  Bl.  108’’,  nachdem  zuvor  vom  handwerlc  gesprochen ­
  worden,  befindliche  Bemerkung:  Daher  möchten  auch
der  handwercher  Ion  gesetzt  icerden,  soverr  man  si  extendiren  wolt,
worauf  drei  leere  Blätter  folgen,  endlich  durch  die  Notate  auf
Bl.  112  bis  113 a ,  welche  zugleich  darthun,  dass  ein  Einzelner
der  Verfasser  des  Opus  ist.  Nach  den  untereinander  stehenden
Capitelüberschriften:  Vom  Furkauf  \  Von  gewicht  und  maß
Vom  mülwerch  \  Von  Ehehalten  handwercher  und  taglöner
Ion  und  bsoldung  sind  nämlich  folgende  Bemerkungen  zu  lesen:
,Hab  ich  nur  memorial-weiß  herain  zaichen  lassen,  mues  erstlich
durch  die  so  des  ding  in  Übung  und  brauch  haben,  beratschlagt,
alsdann  mag  es  extendirt  werden.  |  Wann  ain  vergleicliung
wag  und  maß  durch  das  gantz  land  fueglich  beschehen  möcht,
war  guet,  vnd  das  überall  ain  gestrichen  maß  und  ain  gleich
lange  eile  war,  ich  besorg  aber  es  werd  sich  hart  thuen  lassen.  |
—  So  hör  ich  das  gewicht  sei  auch  im  Stift  nit  überall  geleich.  \
(Bl.  112' b )  Dann  von  der  Eehalten,  tagwercher  und  handwercher
bsoldung  und  Ion  ist  in  der  Bayerischen  Landsordnung  vill,  auch
etwas  in  der  Salzburgerischen  Policei,  die  mügen  für  äugen  genomen
  werden,  ich  wais  nit  ob  die  Ion  vorm  pirg  und  im  pirg
gleich  sein  mügen.  so  mueß  man  sich  des  müllwerclis  auch  bei  den
geübten  desselben  handwerchs  bas  erfragen  /  |  Unter  der  Ueberschrift:
  Schätz  der  phenwert  heisst  es  weiter:  So  find  ich  auch
das  man  sich  beschwart  der  theurn  phenwert  und  war,  etlicher
begert  das  man  die  phenwert  alle  setzet  und  tlieurt,  als  nämblich
tuech,  wein,  brot,  fleisch  schmalz,  käß  etc.  und  beklagt  sich  iederman
  die  paurn  geben  die  phenwert  tlieuer.  nun  sich  ich  aber
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.