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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 99. Band, (Jahrgang 1881)

Beiträge  zur  Lautlehre  der  rumun.  Dialekte.  Vocal.  II

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ea  ein,  so  vollziehen  sich  beide,  die  in  ie  geht  natürlich  voran:
lat.  pellem  wird  zuerst  piele  und  dann,  wegen  des  auslautenden  e,
pieäle,  woraus  pijale  Clemens  .19,  mrum.  (idle,  t'edle  aus  t'ieale.
Ohne  den  Übergang  des  e  in  ie  würde  pectus  drum,  wohl
pQpt  lauten  und  ähnliches  sonst:  dadurch  hat  man  sich  bestimmen ­
  lassen  anzunehmen,  ie  trete  ein,  damit  e  nach  p,  b,
v,  f,  m  nicht  in  §  übergehe:  pentru  a  opri  trecerea  lui  e  in  g,
daher  piept,  sbier,  viel',  fier,  miel.  Vor  dergleichen  Irrthümern
bewahi’t  einige  Rücksicht  auf  die  anderen  romanischen  Sprachen.
Da  iea  (ia)  und  ea  mit  einander  wechseln,  so  ist  in  den
Worten,  in  denen  e  in  ea  übergeht,  die  Erkenntniss,  ob  iea  (ia)
oder  ea  vorliegt,  in  vielen  Fällen  schwierig:  im  mrum.  beweist
ts  und  dz  aus  t,  und  d  sowie  n  für  m  und  t’  für  p,  d!  für  b,
X  aus  f,  s  aus  s,  j  für  v  das  Vorhandensein  des  i,  daher  des
iea;  im  drum,  ist  man  meist  auf  ts  und  z  aus  t  und  d  und
auf  s  aus  s  beschränkt.  Auch  der  plur.  kann  zur  Auffindung
der  wahren  Form  dienen:  fiarQ  fera  hat  fieri,  weil  jenes  auf
fiedrg  beruht;  fidr§  aus  fedr§  würde  fen  ergeben.  Dass  ia  in
midzQ  für  iea  steht,  zeigt  miez.
Für  einige  der  hier  in  Position  auftretenden  e  ist  Kürze
historisch  bezeugt;  bei  anderen  ist  sie  durch  die  Sprachvergleichung ­
  sichergestellt:  bei  dem  Reste  darf  sie  vorausgesetzt
werden.  Den  rumun.  Worten  sind  einige  Male  entsprechende
Formen  anderer  roman.  Sprachen  beigefügt.  Im  it.  ist  e  offenes,  e
geschlossenes  e:  jenes  steht  regelmässig  kurzem,  dieses  langem  e
gegenüber  Diez  1.  311.  Klassisches  e  wird  ie,  iea,  klassisches  e
kann  nur  ea  werden.  Über  e  in  Position  s.  W.  Foerster,  Bestimmung ­
  der  lateinischen  Quantität  aus  dem  Romanischen.
Mrum.  'nidxle.  dzdtse  decern  kav.  191.  v-a.xlz  dan.,  daraus
plur.  -nlixli  -dzetsi  kav.  194:  dietse,  dzietse,  dziedtse.  it.  dieci.
sp.  diez.  v£aou  dzeu  deus  dan.:  dieu,  dzieu.  fz.  dieu.  X'-dßpa
yidvra  febris  kav.  196.  dan.:  fievra,  yievra,  yieävra.  it.  febbre.
sp.  fiebre.  yj-dpi  yidre  fei  kav.  236:  jiere  (föllem),  yjere,  yjedre.
it.  fiele,  sp.  hieb  /epou  yeru  ferrum  kav.  223.  yjppcu  yefu  dan.:
fieru,  yieru,  yeru.  sp.  hierro  neben  ferreo.  it.  ferro,  churw.  fier.
yj-ppnou  yerbu  coquo  kav.  188.  yipv.r,  yerd’i  coquis  dan.  /eprou
yertu  coctus  dan.  '/sptoipa  yertüre,  legumen  kav.  215.  yj-dp-z
yidrbe  coquit  danfierbu,  yierbu;  fierbe,  yierbe,  yiearbe.  lat.  fervo,
ferveo.  it.  fervere.  idpxct  idrba  dan.  aus  iedrba:  herba.  it.  erba.
            
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