Mittheilungen aus altdeutschen Handschriften. IV.
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XLI. Ce weihen eiten man escen sule.
Von den hiligen osteren unz an di phingsten suln di
brüder ze sext embeizen und des abendes escen. von phingsten
durch den sumer, ist daz si niht arbait an dem velde habent
oder daz diu hitze niht groz ist, so sulen si an dem mitchen
und an dem freitage vasten unz an di none, di anderen tage
enbeizen ze sext. Daz selbe imbiz ce sext sol dester ceitliher
(28 b ) ergen, ist daz man werch an dem velde hat und
daz diu hitze groz ist, unt si daz an des abtes besihtechait.
Er sol öch elleu dinch also temperen unt ahten, daz di sei
behalten werden. Unt swaz di munche tunt, daz si daz äne
murmelunge tun. Von des hailigen chreuces messe unz an di
vasten sulen si cenone enbeizen. In der vasten unz an di
osteren so enbeizen ce vesper. Aver diu vesper sol also begangen
werden, daz di da escent des chercenliehtes niht bedürfen,
wan daz ez bi des tages lieht allez erge.
XLII. Daz nach complet niemen red.
Ze allen eiten sulen sich di munche flizen daz si swigen,
iedoch aller maist des nahtes. Dar umb ze allen eiten, weder
man vaste oder zwir esce; sol man cewir escen, 1 so si des
abendes von tische gent, so sulen si alle an ainer stat siccen
unt sol ainer lesen collaciones oder vitas patrum oder etswas
anderes des di gebezzert werdent di ez liörent. Man sol da
niht lesen diu alten büch noch der chunege büch, wan si sint
den chranchen 2 vernunften ce der cit unnuzee cehoren; aver
ze andern eiten sol man si lesen. Ist ez aver ain vasteitag
nach vesper über aine wenige weile, so gen sa collacion als
gesprochen ist. Und als man gelesen hat vier oder fünf pleter
oder als (29 a ) vil so diu ceit verhenget, so sulen si alle cesamen
chomen under der weile der leccen, und swer mit sinem ambte
bechumert ist daz der öch dar chom. Als si danne alle dar
choment, sö singen complete, unt so si von complete gent, so
1 Frei übersetzt, das Original hat: si tevipua fuerit prandii.
2 chranch