Mittheilungen aus altdeutschen Handschriften. IV.
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- XIX. Mit weihen zullten man singen sule.
Wir geloben daz got allenthalben gegenwurtich ist unt
daz gotes ögen di guten unt di ubeln in allen steten schöwent.
Jedoch aller maist an zweivel 1 hab wir des geloben, so wir
ze gotes dienst sten. Dar umbe sul wir immer gehugen daz
der wissage spricht ,Dienet got mit vorhten' und aver ,SiDget
weisleichen' und ,In der angeschud der engel sol ich dir singen'.
Dar umb sol wir merchen wi wir sten suln vor got unt den
englen unt sten also ce singen, daz unser gemute gehel unserer
stimme.
XX. Von der wirde des gebetes.
Wellen wir mit gwaltigen leuten iht handeln, daz erpald
wir niht wan mit der dimut und wirdechlichen. michels mer
sol man got, aller der werlde herren, (21 a ) mit aller dimüte
Hegen, und wir sulen wizzen daz wir in rainem lxercen unt
der zehere stungunge erhöret werden, niht in vil gesprseche.
Dar umb sol daz gebet churz und löter sein, ez enwerde danne
von der gotes genäde gelenget. Jedoch daz gebet in der samnunge
sol alle weis churc sin, unt so der prior daz ceichen
tut, so sulen si alle mit ain ander öf sten.
XXI. Von den techenden des chlösters.
Ist diu samnunge gi'öz, so sol man öz ir di bruder welen
di gutes urcliundes sint und hailiges lebens unt sulen gesezet
werden ze techenden di alle weis nach gotes gebot unt des abtes
ir ambt oder ir teclinei vliz haben. Di selben techend sulen
S( J getan erwelt werden mit den der abt sicherlichen tailen
tauge seine burde. man sol si öch niht nach Orden welen,
w an nach der werdechait der weishait unt des lebens. Ist daz
■f dechainer so hofertich wirt, daz man in strafen muz, so refs
man in ze ainem mal unt zem anderem rnäle, zem dritten male,
wil er sich niht bezzeren ; so tu man in fürder und werd ain
1 weivel