Mittheilungen aus altdeutschen Handschriften. IV.
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hotten, als er sprichet ,Der iucli 1 hört der hört mich'. Dar
umb sol der junger erzaigen sein güten müt, wan den frowen 2
geber minnet got. Wan wirt der junger gehorsam mit ubelem
mute und niht al ain mit dem munde, ist daz er öcli in dem
hercen murmelt, und ist daz er öch daz gebot erfüllet, so enist
doch got niht genem der diu herce an siht der murmeiere,
und umb so getan gehorsam wirt er gotes lones äne und veil et
in der murmeiere weice, ob erz niht gevellichlichen büzet.
VI. Von dem sweigen.
Wir suln tun daz der wisage sprichet ,Ich sprach: ich sol
mine wege bebaren, daz ich an miner zunge iht missevar'. 3
Hie zaiget der wisage, ist daz (12 a ) wir under weilen sweigen
sulen von güten dingen durh daz swigen, daz man michels
mer durch di weice der sunte ubeleu wort sol vermeiden. Dar
umb sol man den durnohten jüngeren selten urlob geben ze
sprechen öch von güten dingen unt diu zebezzerunge gehörent
durch di gedigenhait des swigens, wan gesriben ist ,Swef vil
geret den sunden 4 er 5 niht enphert 4 . 6 Und anderswä ,Den
tot unt daz leben mag diu zunge benemen unt geben'. Wan
dem maister ziinpt wol daz er red und lere, dem junger daz
er sweig und höre. Dar umb swaz ze vorderen ist daz sol
man aischen von dem prior mit aller diemöt und undertänechait.
Aver eitelchait und müzigeu wort 7 unt deu daz lahter
erchuchent 8 unt spot verdapm wir in allen steten mit dem
ewigen slozze, unt ze söhtaner rede gestat wir niht daz der
junger sein munt öf tü.
VII. Von der dimüte.
Uns rüfet diu hiligeu srift, brüder, und spricht ,Swer sich
höhet der wirt genidert, unt swer sich dimütiget der wirt gehöhet'.
So si ditz spricht, so zaiget si uns daz aller (12 b )
slaht hofart ist ain gesiebte der ubermüte, da von sprichet der
1 fehlt 2 frolechen c 3 der Rest der Schriftstelle blieb uniibersetzt
4 der vleucht die 5 gestrichen von c 6 gestrichen von c
1 dazu und spot c 8 habet c