Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

Studien  zur  Geschichte  des  alten  Aegypten.  I.

899

zurückgegriffen  hätten.  Erst  nach  etwa  sieben  Jahrhunderten
wären  sie  dann  zu  einer  Reform  ihres  alten  festen  Jahres  geschritten. ­

Glücklicher  ist  Riel  in  der  Erklärung  der  Motivirung,
,dass  nicht  einige  Feste  des  Sommers  u.  s.  w.',  doch  glauben
wir,  dass  erst  nach  Erwägung  der  oben  gegebenen  Vergleichung
der  Festkalender  von  Edfu  und  Esne  sich  ein  rechtes  Verständniss
  der  Stelle  gewinnen  lässt.  Man  darf  hiebei  nicht  vom
griechischen  Texte  ausgehen,  da  die  Ausdrücke  /eip.wv  und  Gspop
geeignet  sind,  Missverständnisse  herbeizuführen.  Es  wird  nur

AA/WV\
/WWW
WWW

Zeit  gefeiert  werden

von  öffentlichen  Festen  gesprochen,  die  früher  in  der
Zeit  gefeiert  wurden  und  nun  in  der
und  umgekehrt,  und  ausdrücklich  hervorgehoben,  dass  dies  nicht
von  allen  öffentlichen  Festen  gelte,  denn  Tanis  1.  41  heisst  es:
mic  Ttov  OYjp.oTsXtov  sopvüv.  Ganz  dieselbe  Scheidung  gibt  auch
die  EüBoScu  liyyr,.  Welche  der  beiden  Kategorien  der  gt^j.gtsas’c
iopiai  hat  die  Inschrift  im  Auge?  Die  grössere  Mehrzahl  derselben
haftete  an  bestimmten  Monatstagen;  das  Krönungsfest  des  Horus
am  1.  Tybi  wurde  in  allen  Kalendern,  ob  sie  auf  das  Wandeljahr ­
  oder  auf  feste  Jahre  gingen,  stets  am  3.  Tybi,  also  in  der
•S  Zeit  und  nie  in  der  Zeit  gefeiert.  Also  auf  diese  Feste
^  A/WWV
kann  sich  die  fragliche  Stelle  der  Tanisstele  nicht  beziehen,  sie
geht  vielmehr  auf  die  auf  die  zuvb?  avaxoX^,  die  Jahrpunkte ­
  und  die  SeXqvaia.  Denn  von  ihnen  galt  es,  dass  sie  durch
die  Monate  des  Waudeljahres  wanderten,  und  vor  nicht  langer
Zeit  war  der  heliakische  Aufgang  des  Sirius,  der  bei  Einrichtung
des  festen  Jahres  von  Tanis  auf  den  1.  Payni  Zeit)  fiel,
|  |  \  /WWW
in  den  letzten  Monat  der  Zeit  gefallen  (Pharmuti).  Sie
wurden  nun  festgelegt  nach  der  .jetzigen'  Ordnung  der  Welt. 1
Dass  die  Ersetzung  des  Wandeljahres  durch  ein  festes
Jahr  beabsichtigt  war,  zeigt  auch  die  Schonung,  mit  der  man

1.  20

n™@|
I  /WWSAvy.  I  I

I  I  AA/VWv
auf  dem  der  Himmel  ruht,  heutzutage.  In  dem  zweiten  Theil  dieser
Studien  kommen  wir  auf  diese  schwierige  Frage  ausführlich  zurück.

m  □  .  _
,  wie  der  Plan  ist,
O  A/WW\
dem  zweiten  Theil
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.