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Krall.
Anwendung, das andere verlor, wie es scheint, gleich nach der Einführung
alle Bedeutung, wurde wahrscheinlich von den Aegyptern
überhaupt nie acceptirt. Und wir glauben mit vollem Rechte.
Nach der für den Fortgang unserer Untersuchung nothwendigen
Digression über den Tag des Siriusaufganges können wir
unsere Erörterungen wieder aufnehmen, die wir bei der Frage, wie
die ägyptischen Priester verfuhren, als sie die Wahrnehmung
machten, dass das 365tägige Jahr seine Pflicht, mit den Jahreszeiten
gleichen Schritt zu halten, nicht mehr erfülle, unterbrochen
haben. Sie bemerkten, dass der 1. Thoth des Wandeljahres
weder an dem Beginne der Nilschwelle, noch an dem Tage
des Frühaufganges des Sirius haften blieb. Als sie festgesetzt
hatten, dass dies alle vier Jahre um einen Tag geschehe, mussten
sie irgendwie auf Abhülfe bedacht sein, sie mussten dem
Aegypter die Möglichkeit verschaffen, den Tag des Beginnes
der Nilschwelle im Voraus zu kennen, und zwar nach dem
Wandeljahre, da er kein anderes Jahr kannte. Das genügte
ihm vollkommen.
Nach den bisherigen Beobachtungen über die Festlisten
wird es nicht mehr auffallend erscheinen, wenn wir die Ansicht
aussprechen, dass die ägyptischen Priester bei Anordnung
ihrer Festlisten sich des Wandeljahres bedienten, dass mit
einem Worte ein festes Jahr im alten Aegypten gar nicht im
Gebrauche war, wiewohl die Priester schon längst die Unzulänglichkeit
des SGötägigen Jahres erkannt hatten. Sie haben Jahr
für Jahr im Voraus bestimmt, auf welchen Tag des Wandeljahres
der Beginn der Nilschwelle fallen w r erde; war derselbe
bekannt, so Hessen sich die anderen wichtigen Niltage leicht
bestimmen. Die Regel, die sie zu befolgen hatten, war einfach
genug, wenn auch ihre genaue Präcisirung jahrhundertlange
Beobachtungen erfordert haben wird. Da das Gestirn Sotliis,
um mich der eigenen Worte der Priester zu bedienen, um einen
Tag innerhalb vier Jahren vorrückt, so rückten die wenigen
wavYjfups«; Srjp.oTsXefc, welche nicht an bestimmten Monatstagen
hafteten, um einen Tag alle vier Jahre vor. Dass dies der
Fall war, und dass gerade diesem Missstande durch die Einrichtung
des Decretes von Tanis ein Ende gemacht werden
sollte, sagt recht deutlich das Decret selbst: 1. 38 siv es wo
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