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Krall.
liegt uns nicht etwa ein unter Ramses II. eingerichtetes festes
Jahr vor, sondern es liegt uns in demselben das Normaljahr
der Vorzeit vor, das Wandeljahr, wie es, um mich der oben
angeführten Worte Dschewharis 1 zu bedienen, im ersten Jahre
seiner Einrichtung galt, das Jahr, wie es galt, als die Aegypter
zwei unliebsame Beobachtungen noch nicht gemacht hatten:
Einmal, dass das Jahr von 365 Tagen der Wirklichkeit nicht
entspreche, sondern sich alle vier Jahre um einen Tag gegen
die Jahreszeiten verschiebe, und dann, wozu sie freilich eine viel
längere Zeit gebraucht haben, dass der Tag des Siriusaufganges
nicht mehr mit dem Beginne der Nilschwelle Zusammenfalle.
Zu demselben Ergebnisse führt uns die Betrachtung der
Feste, die im Kalender von Medinet-Abu verzeichnet sind. Es
sind fast ausnahmslos die Feste, 2 welche wir in unserer früheren
Untersuchung der Kalender von Edfu und Esne als an denselben
Tagen haftend kennen gelernt haben. Wir kennen
bereits das Uagafest vom 17. und 18. Thoth, 3 das Fest des
Hermes vom 19. Thoth 4 , das grosse Amonfest, welches mit dem
19. Paophi begann, 5 die Osirisfeste der letzten Dekade des
Choiak, 6 das Krönungsfest des Horus vom 1. Tybi. 7
Feste, die irgendwie aus dem Rahmen des Althergebrachten,
allgemeinUeblichen herausträten, kennt der Kalender von Medinet-Abu
nicht, und gerade solche Feste haben es uns gestattet, in den
Festkalendern von Edfu und Esne feste Jahre nachzuweisen.
Ebensowenig als wir in der Lage sind, als die Grundlage
des Kalenders von Medinet-Abu ein festes Jahr zu erkennen,
1 Cf. oben p. 852.
2 Das Fest vom 22. Thoth ist wohl nicht mit Brugsch, Geschichte
o
Aegyptens, p. 607, mit ,Fest der grossen Erscheinung 1 (des Osiris) zu
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übersetzen, sondern mit Rücksicht auf Tanisstele 1. 24 —h— j
^ 1. 49 ol uiya 7C£v0o? . . . eÜG&o? auvsiiXsaav als ,Fest
Q 1 1
grossen Trauer 1 zu fassen. Das Fest findet sieh schon in dem alten ßeicne
erwähnt. Cf. Brugsch, Materiaux, pl. II.
3 Cf. oben p. 872, 875.
4 Cf. oben p. 872.
3 1. 1.
0 Cf. oben p. 875.
1 Cf. oben p. 867.