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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

Studien  zur  Geschichte  des  alten  Aegypten.  I.

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Wir  haben  schon  1  auf  die  Schwierigkeiten,  die  bei  diesen
Angaben,  verg'lichen  mit  der  Notiz:  4.  Epiphi,  Empfängniss
des  Horus,  des  Sohnes  der  Isis.  Er  wird  geboren  am  18.  Pharmuli
  (A  I),  womit  auch  der  oben  2  angeführte  Text  von  Edfu
überein  stimmt,  entstehen,  aufmerksam  gemacht.  Wir  sind  weit
entfernt,  die  Schwierigkeit  lösen  zu  können,  wir  machen  jedoch
auf  zwei  Punkte  aufmerksam.  Das  Datum  28.  ist  mit  Ziffern,
das  Datum  2.  dagegen  durch  die  eponyme  Bezeichnung  des
zweiten  Monatstages  ausgedrückt.  Darin  Gleichsetzungen  mit
Mondmonaten  nach  Brugsch  3  anzunehmen,  scheint  mir  jedoch,
nach  dem  vorliegenden  Materiale  zu  schliessen,  zum  Mindesten
noch  zu  verfrüht.  Ferner  erinnere  ich  an  die  Stelle  bei
Plutareh,  de  Iside  ac  Osir.  c.  65,  b:  tä;  os  Xo/ßaq  rjp.epa<;  eopxafciv
  gsTa  t)}v  eapivijv  iav)p,eptav.  Da  die  Frühlingsgleiche  im  alexandrinischen
  Jahre  auf  den  26.  Phamenot  fiel,  so  sieht  man,  dass
die  Angabe  Plutarchs  gut  mit  der  Angabe  übereinstimmt,  dass
Isis  den  Horus  am  2.  Pharmuti  gebar.  Der  2.  Pharmuti  fällt
aber  nur  im  alexandrinischen  Jahre  einige  Tage  nach  der
Frühlingsnachtgleiche,  im  tanitischen  Jahre  fällt  er  in  den
Monat  Mai,  wohl  wieder  zum  Zeugniss  dafür,  dass  Plutareh
bei  seinen  Festaugaben  das  alexandrinische  Jahr  vor  sich
bat.  Dem  entsprechend  wird  man  die  Stelle:  flfj  ^ffj^öjj
|  q  on.

I  (A  I,Taf.  II,  1.14)  also  wiedergeben  müssen:

o
I  /W\A/\aÖ<.  >  i  n
Festgestellt  sind  die  Xoy_£io  i  ■ipi.ipou  der  Göttin  Isis  von  diesem  Tage
bis  zum  21.  Tage,  an  dem  dann  der  Ausgang  der  Göttin  stattfand: ­
  21.  Pharmuti.  Diese  Göttin  durchwandert  ihre  Stadt.
1.  Pachons.  Beide  Kalender  geben  vieltägige  Feste  für
diesen  Monat;  man  vergesse  nicht,  dass  dieser  Monat  in  der

1  Cf.  p.  857.
2  Cf.  p.  839.  Wir  finden  in  demselben  die  Notiz,  Horus,  Solm  der  Isis,  sei
am  28.  Pharmuti  geboren  (pl.  XXII  der  Edition  von  Naville).
3  Cf.  die  Uebersetzungen  der  betreffenden  Stellen  in  seinen  ,Drei  Festkalender*.
Bl'ugscb  ist  überhaupt  geneigt,  von  Mondmonaten,  Mondjahren,  Mondesfiusternissen
  einen  gar  zu  häufigen  Gebrauch  zu  machen.  Seine  Auffassung  der
Doppeldatirungen  auf  Ptolemäerdenkmaleu,  von  denen  die  eine  sich  auf  ein
Mondjahr  beziehen  sollte  (Aeg.  Z.  1872,  p.  13—16),  scheint  mir  nach  den
Ausführungen  von  Eiei  und  Dümiehen,  die  sie  auf  das  feste  Jahr  von
Tanis  und  das  Waudeljahr  beziehen,  nicht  haltbar.  Cf.  die  p.  859  A.  3
angeführte  Schrift  von  Dümiehen.  •
            
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