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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

Studien  zur  Geschichte  des  alten  Aegypten.  I.

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welche  im  ganzen  Lande  gefeiert  wurden.  Die  Feste  localer
Natur  bilden  in  unseren  Festkalendern  die  überwiegende  Mehrzahl. ­
  Die  ursprünglichen  religiösen  Anschauungen  der  Aegypter
wurden  in  den  einzelnen  Nomen  verschieden  ausgebildet.  Hand
in  Hand  mit  der  Differenzirung  des  ursprünglichen  Götterbestandes ­
  ging  eine  den  einzelnen  Nomen  eigenartige  Anordnung ­
  der  Feste.  Oft  mag  man  an  dem  ursprünglichen  Datum
festgehalten  haben,  so  dass  man  etwa  gleichzeitig  in  dem  einen
Nomos  die  Hauptgottheit  als  Neith,  in  dem  andern  als  Hathor
gefasst  feierte.  Daneben  finden  wir  Feste  localer  Art,  die  einen
andern  Untergrund  haben.  Wir  erinnern  uns  aus  unseren  einleitenden ­
  Bemerkungen  an  die  Schlachten,  welche  zwischen
Rä-Harmachis  und  Sutech  in  verschiedenen  Nomen  Aegyptens
geschlagen  wurden.  Man  dachte  sich  dieselben  als  an  verschiedenen ­
  Tagen  geschehen  und  feierte  in  den  einzelnen  Nomen
die  Erinnerung  an  diese  Vorgänge  dem  entsprechend  an  verschiedenen ­
  Tagen.  Und  ähnlich  bei  anderen  mythologischen
Ereignissen.
Die  Feste,  die  im  ganzen  Lande  gefeiert  wurden,  werden
im  griechischen  Theil  des  Decrets  von  Tanis  eopxal  ory.o-ikv.c, 1

im  ägyptischen  ^  jijsN  Ln  ®  0< ^ er  '‘ raVY i"lA 0£t ?  Sr^o-eXstc
n  t\  und  kurz  S  •»■==>  genannt. 2  Sie  selbst  sind
wieder  zweifacher  Art:  es  sind  entweder  Feste,  welche,  wenn
auch  auf  gleiche  Vorgänge  sieh  beziehend,  auf  verschiedene ­
  Daten  angesetzt  und  dem  einen  oder  andern  Kalender

1  In  der  EuSoiJou  tifyi\  (cf.  unten  p.  893  und  A.  1)  finden  wir  dafür  ravo?]-(rd«S
  iop-ac.
2  Der  Sprachgebrauch  der  Inschrift  von  Tanis  ist  nicht  ganz  consequent.

Für

1  finden  wir  im  griechischen  Texte  vorwiegend  iopxaX  (1.  16/33,
G  =

17/34,  22/44,  28/56  zweimal,  33/66,  34/69)  dem
1.  21.  (das  zweite  Mal  abgekürzt)  entspricht  1.41  Tiva?  tüv  orjpoTEXiuv  Eoprcöv.  Für

S  I  s  ;
1.  34  findet  sich  TtavrjyupEte  1.  69,  für  ^—D

LT1

1.17  und.

f  17  i;av7)yöpsis  SrjpoTsXEf;  1.  34  und  35.  Doch  finden  wir  ausnahmsweise

£®J

1.  19,  20,  30  durch  Tcav^yupi?  1.  39,  60  und
^oostai  wiedergegeben.
Sitznngsber.  d.  phil.-liist.  CI.  XCVIII.  Bd.  III.  Hft.

1.  30  durch

55
            
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