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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

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Krall.

nach  den  bisherigen  Ausführungen,  worauf  sich  die  Stelle  bezieht; ­
  sie  geht  auf  den  Kampf  zwischen  Horus  und  Sutech.
Wir  lernen  zugleich  ein  anderes  Locale  kennen,  an  dem  sich
der  Kampf  abgespielt  hat,  und  sehen  wieder  an  einem  Beispiele,
wie  das  mythologische  Element  das  historische  überwuchert.
Auch  hier  wird  doppelte  Vorsicht  am  Platze  sein.
Die  grosse  Periode  von  365  Jahren,  die  wir  aus  dem
Edfuer  Texte  kennen  gelernt  haben,  wurde  ins  Einzelne
weiter  getheilt.  Die  Eintheilung  des  bürgerlichen  Jahres  in
12  Monate  oder  3  Tetramenien  zu  120  Tagen,  wozu  noch
die  Epagomenen  kamen,  wurde  auf  das  grosse  Jahr  übertragen. ­
  Den  Monaten  des  bürgerlichen  Jahres  zu  30  Tagen
mussten  grosse  Monate  zu  30  Jahren,  den  Tetramenien  grosse
Tetramenien  zu  120  Jahren  entsprechen.  Beide  Perioden  finden
wir  in  den  Inschriften  erwähnt,  und  sie  sind  es,  die  seit  der
Auffindung  der  Inschrift  von  Rosette  Aegyptologen,  Chronologen
und  Astronomen  beschäftigt  haben  —  ich  meine  die  Triakontaeteriden
  der  Inschrift  von  Rosette 1  und  die  ^  ^  ^  0
Hanperiode  des  Turiner  Papyrus,  die  nach  Ilinks  Ausführungen ­
 2  120  Jahre  umfasste.

1  Für  die  älteren  Ansichten  in  der  Frage  cf.  Lepsius,  Chronologie,  p.  162.
Ausführlich  handelt  über  die  Frage  Revillout,  Chrestomathie  demotique,
p.  202  fl.,  ohne  jedoch  bestimmte  Resultate  zu  geben.  Die  von  ihm  über
den  Gegenstand  angekündigte  Schrift  (nous  prouvons  tous  ces  points
dans  un  autre  travail  en  cours  de  publication  1.  1.)  ist  bis  jetzt  noch
nicht  erschienen.  Immerhin  kommt  seine  Uebersetzung  von  Triakontaeteriden
  durch  ,mois  divins 1  der  Wahrheit  recht  nahe.
2  In  Wilkinson,  The  hier.  pap.  of  Turin  p.  55.  Unter  den  Schreibungen  des
Namens  der  Königin  Skemiophris  finden  sich  einige  von  Birch  in  der
Aeg.  Z.  1872/96  bekannt  gemachte,  die  nach  dem  Krokodile  zweimal  das

Zeichen

geben,  also:  ^  wir  hier  eine

Anspielung  auf  die  Hanperiode  vor  uns  haben?  Immerhin  sei  daran
erinnert,  dass  das  Krokodil  mit  der  Zahl  60,  dem  Sossos  oft  in  Verbindung ­
  gebracht  wird,  cf.  Plutarch,  De  Iside  ac  Osir.,  und  Jamblichus,
De  myst.  V,  8.  Eine  Verwendung  der  120  Jahre  findet  sich,  wo  man  sie
kaum  suchen  möchte,  in  der  Isagoge  des  Geminus  (c.  6),  wo  gesagt  wird,
dass  die  Meinung  der  meisten  Hellenen,  die  Isien  der  Aegypter  fielen
den  Aegyptern  und  dem  Eudoxus  zufolge  auf  die  Winterwende,  allgemein
gefasst,  unrichtig  sei,  aber  izpo  yxp  py.  sttov  ouve'jtscjE  zar’aO-i;  ta?  '/}V Z p lv **
Tpo-a;  aysaOai  ra  ”l<na.  Ueber  diese  Stelle  cf.  unten  p.  893,  A.  1.
            
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