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Krall.
niss ( , wie sich Brugsch ausdrückt, 1 sondern durchsichtig-genug das
allmälige Vorrücken der Nilfluth von Syene an bis zu den Nilmündungen.
Wenige Tage vor der Sommerwende tritt die Nilschwelle
bei Syene ein, es vergeht jedoch etwa ein halber Monat,
bevor der Anfang der Fluth auch in Unterägypten sich bemerkbar
gemacht hat. Demgemäss beginnt der Kampf der beiden
Gegner, der belebenden, befruchtenden Nilfluth und der Dürre
in Nubien. Etwas getrübt erscheint uns dieses Verhältniss, weil
in dem Texte von Edfu, entsprechend den Anschauungen, die
in der späteren Periode ägyptischer Geschichte geltend waren,
zwei verschiedene Götterkreise miteinander verquickt uns entgegentreten:
einerseits der Rämythos, anderseits der Osiriskreis.
Der zu neuem Lehen erwachte Osiris-Nil wird in seinem
Kampfe gegen Sutech von Rä, der in der Form als fliegende
Sonnenscheibe recht lebhaft sich am Kampfe betheiligt, unterstützt.
Die grundlegenden Unterschiede zwischen dem Osirisund
Rämythos sind in unserem Texte so verwischt, dass Handlungen,
die dem Osiris zukamen, dem Rä, beziehungsweise dem
Horhud beigelegt werden und umgekehrt. Ich habe darauf anderwärts
aufmerksam gemacht und zur Erläuterung der Thatsache
eine Stelle der ältesten Texte des Todtenbuches herangezogen. 2
Aus Nubien führt uns die Inschrift nach Apollinopolis
magna (im zweiten oberägyptischen Gau gelegen), hierauf nach
Zetern (vierter oberägyptischer Nomos). Neue Schlachten ent-1
1. 1. 195.
2 Tacitus und der Orient, I. p. 46 fl. Die Stelle lautet nach dem Sarkophage
des Mentuhotep (ed. Lepsius, 1. 33) also: ,Ich bin die Doppelseele
inmitten der Zwillinge.“ Glosse: Es ist dies Osiris, wenn er kommt nach
sie werden zu einer Doppelseele.“ Auf dieses mythologische Ereigniss
scheint sich das Fest vom 4. Paophi zu beziehen, welches im Kalender
Das Datum fügt sich in den obenvon
Esne heisst:
entwickelten Zusammenhang recht wohl, indem der 1. Thot dem Be-/nt—*—)
heisst es, dass der göttliche Scarabäus an ihm hervorkommt
(Brugsch, Materiaux, p. 87).