Stoffe nliagen.
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ratlien seine Mittheilungen über den Diebstahl an Esswaaren
(Nr. 7) und über die Einführung des Fehnigerichts und der
Folter (Nr. 17 mit N. 2 und 3, pag. 07).
Es ist danach wahrscheinlich, dass der Interpolator in
Magdeburg schrieb. Zur Gewissheit erhoben wird die Entstehung
der Interpolationen in Magdeburg durch die Weichbildglosse
in Da, wenn sie, wie anzunehmen, von dem Interpolator
herstammt. Denn für den Magdeburger Ursprung der
Weichbildglosse sind folgende Stellen entscheidend: vnfir hem
zcu magdeburg (§. 3 zu Art. [15 und 16]), Nu habe wir in
vnfir /tat zcu magdeburg (§. 5 1. c.), Nu ir vornomen habit
von vnfirn luxntwerrken zcu magdeburg (§. 8 1. c.), vnfer
purgei'meißer von magdeburg (ebenda), die ft et in vnfir ftat
zcu magdeburgh vor eine willtur (§. 1 zu Art. 55 ...62), nach
vnfir wilkur zcu magdeburg (§. 2 zu Art. 63), vnfer Schifmolen,
dy wir vor vnfir ßat haben zcu magdeburg (§. 14, als
Art. 90 gezählt, zu Art. 79... 81), Dyz halde wir fchepfin zcu
magdeburg alfuz (§. 1 zu Art. 83, resp. 98), ein ander gebot
vnfir ßat zcu magdeburg (§. 6, als Art. 108 gezählt, zu
Art. 88 und 89, resp. 103 und 104).'
Wenn aber der Verfasser der Interpolationen in seiner
Weichbildglosse (s. oben zu Art. 83) sagt: Dyz halde wir
fchepfin zcu magdeburg alfuz, so giebt er sich dadurch
noch bestimmter als einen Magdeburger Schöffen zu erkennen.
Wir gewinnen somit das Ergebniss, dass die Magdeburger
Rechtsliteratur des XIV. Jahrhunderts (Martitz, Güterrecht
S. 61 f.) durch zwei Werke eines Magdeburger Schöffen, die
singuläre Weichbildglosse und die interpolierte Sachsenspiegclglosse,
vermehrt wird.
Da der Interpolator die Einrichtung des Fehmgerichts in
Magdeburg, welche im Jahre 1329 26. November stattfand (oben
pag. 67, N. 2), als eine nuwe gewonheit bezeichnet (Nr. 17), muss
seine Arbeit bald nach 1329 entstanden sein. Die Abfassungszeit
der interpolierten Sachsenspiegelglosse in Da rückt damit
so nahe an die Entstehung der ursprünglichen Glosse des
1 Hierdurch erledigt sich die von Martitz (Güterrecht des Sachsenspiegels
S. 62, N. 19) offen gelassene Frage, wo die singuläre Wciehbildglosse
geschrieben sei.