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Adler.
eine Quint, der Sopran als Vorletzte eine Sext, als Letzte
eine Octav über dem Tenor, also in dem vorliegenden
l h 9\ «i I
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Beispiele { h h a }■. In diesem Gesänge kommen sehr viele
( 9 e A )
Verzierungsgänge vor, wie Septimen Vorhalte, ja sogar viele
Accorde ohne Quint, bei denen es eben unausgesprochen ist,
ob man den Zusammenklang als Dreiklang oder Sextaccord
specificiren soll. Den vorhin erwähnten Idiotismus in dem
Gange der Sext in die Quint, bevor sie in die Octav endet,
finden wir auch hier; er ist noch interessanter dadurch dass
der Bass der Vorschrift gemäss eine Quint unter dem Tenor
hat, wie:
fi 91
fW i «i 9\
a = =
d c d
4. Aestketiscli-kritische Besprechung der hier angeführten
Weisen Fauxbourdon, Gymel und der drei einzelnen dreistimmigen
Compositionen, sowie des Fauxbourdon im Allgemeinen.
Schlussbetrachtung.
Bei keinem der angeführten Gesänge ist ein Text beigegeben;
es wirft sich daher die Frage auf: sind die in dem
allegirten Tractate angeführten Gesänge nur solfeggirt worden?
Eine bestimmte Antwort kann man hierüber nicht geben. Man
weiss, dass die Organa manchmal mit, manchmal ohne Text gesungen
worden sind. Gegen die Ansicht, dass diese Gesänge nur
auf einem oder abwechselnd auf mehreren Vocalen ausgeführt
worden sind, Hesse sich wohl einwenden, dass ein Analogon
in der Musikgeschichte schwer gefunden werden könnte, es
sei denn, man wollte die auf die Endsylbe des Wortes Alleluja
gesungenen Sequenzen anführen. Diese mussten sich aber sehr
bald eine Unterschiebung von Textworten gefallen lassen, adaequat
dem damaligen Bedürfnisse, Vocalmusik in künstlerischer
Reproduction nicht ohne Worte vorzutragen, so dass nicht einmal
jenes solfeggirte Anhängsel ohne Worte blieb.