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Adler.
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wir, und zwar das Erstere im Beispiel D, das Letztere im
Beispiel C, bestätiget.
Es könnte die Frage aufgeworfen werden, ob die Zusammenklänge
E—G—c und F—A—d (nacb der Oettingen-Helmholtz’schen
Bezeichnung) 1 waren; diese Frage lässt sich vorläufig
nicht bestimmt beantworten. Es Hesse sich überhaupt
die Vorfrage stellen, ob bei diesen incunablen Harmonien'der
Unterschied der Naturterz und der Terz nach der vierten Quint
gemacht worden ist. Es scheint, dass die Praxis unbewusst,
d. h. ohne sich darüber Rechenschaft zu geben, die beiden
Intervalle differenzirte. Gerade die Naturterz respectiv ihre
Umkehrung, die Sext tritt als gährendes Ferment in der Entwicklung
der Harmonie auf; sie war das belebende, zum
Fortschritt treibende Element der sonst erstarrenden Quintenund
Quartenorgana. Wenn also auch die Schriften der damaligen
Theoretiker und Historiker diesen Unterschied als einen
in der Praxis bestehenden nicht hervorheben, so kann diese
Frage nicht von vornherein übergangen werden. Das Beispiel
A, würde zufolge der Auffassung der Oberstimme als Hauptstimme
also heissen:
d { c, d { e, j\ d l e l d l c, d t
a g u h c 1 h a h a g a
defgagfgf“* 1
Diese Art der Ausführung des Gesanges wäre
ein zweiter Grund für die Benennung Fauxbourdon.
In den Beispielen A, B, C, D, finden wir den Tenor in der
damals neuen Notation ,quo tempore nigras notas in vacuas
mutari contigitb Iu den Beispielen A, und B, ist der Sopran
abgesondert in fortgesetzter Systemreihe ebenfalls in solchen
leeren Noten. Sopran und Tenor sind äusseilich gleichgestellt.
Der Grund warum der Sopran zweimal in den Beispielen A,
und B, vorkommt, ist nicht recht einzusehen; vielleicht trat
1 Helmholtz .Die Lehre von den TonempfindungenS 4. Ausg., S. 454. Zufolge
der allegirten Bezeichnung ist bei dem Accord C EG das E um
ein Comma ( 8j /so) kleiner als das E, welches die 4. Quint von C ist; bei
j)—p—4 (Mollakkord) ist das F um ein Comma höher. So werden die
Akkorde in natürlicher Weise gesungen.