Studie zur Geschichte der Harmonie.
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nutum sicut volueris, et fac
supranum tuum diminutum sicut
contratenorem bassum, et
fac quod consonantie contratenoris
bassi cum suprano suo
sint quasi omnes decime.
2. Item nota quod coiisonantie
contratenoris bassi cum
tenore sint iste, scilicet: octava,
quinta, sexta et tertia bassa;
ita quod penultima concordii
sit seinper quinta bassa et
antepenultima sit tertia bassa
vel octava bassa.
3. Item nota quod in isto
modo tu potes facere supranum
primuin tenendo istas consonantias,
scilicet: octavam, sextam,
quintam, tertiam altam; sed
quod penultima concordii sit
semper sexta, ultima vero sit
octava, ut patet per exempla
sequentia: (S.)
den Tenor so diminuirt wie Du
willst; setze den Sopran ebenso
diminuirt wie den tiefen Contratenor,
und setze die Consonanzen
des tiefen Contratenor
mit dem Sopran beinahe durchwegs
in Dezimen.
Die Zusammenklänge des
tiefen Contratenor mit dem
Tenor seien: Octav, Quint,
Sext und tiefe Terz, so zwar
dass die Vorletzte stets eine
tiefe Quint und die Drittletzte
eine tiefe Terz oder tiefe Octav
sei.
3. In dieser Weise kann
man den Sopran erstlich in
folgenden Consonanzen halten
wie also:
Octav, Sext, Quint, hohe Terz;
die Vorletzte Concordanz sei
stets eine Sext und die Letzte
eine Octav, wie aus dem Beispiele
erhellt: (S.)
C. Exegese des Textes.
Bevor wir an die Besprechung der einzelnen Singweisen
gehen, wollen wir einen Blick werfen auf die von dem Verfasser
gegebenen allgemeinen Contrapunktregeln, wie sie ,bei
Franzosen und Engländern' gelten.
Von den vier einfachen Consonanzen sind Zwei perfect:
Quint und Octav, Zwei imperfect: Terz und Sext. Aus diesen
einfachen Consonanzen werden die Anderen durch Zusammensetzung
gebildet so zwar dass hiernach 6 perfecte (Prim, Quint,
Octav, Duodez, Quindez, Nondez) und 6 imperfecte (Terz,
Sext, Dezim, Tredez, Septdez, Vizes) Consonanzen bestehen.