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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

798

Adler.

debet  esse  duplicata,  hoc  est
debet  valere  duas  de  aliis  notulis,
  hoc  est  debet  valere  sex
notulas.
4.  Item  sipost  primam  notulam
velsecundam  reperiantur  due  notule ­
  existentes  sub  eodem  puncto,
hoc  est  sub  eadem  riga,  vel  eodem
spatio,  prima  debet  facere  transitum
  sive  passagium  existentem ­
  sub  eodem  puncto  et  sono.
5.  Item  ultima  notula  eumdem
  quoque  facit  transitum
existentem  sub  eodem  puncto
et  sono.
6.  Et  nota  quod  istud  faulxbordon,
  ut  superius  dixi,  canitur
  cum  tribus  vocibus,  tenendo
ordinationem  dictarum  notularum
  superius  dictarum;  sed
quando  habeat  supranus  pro
consonantiis  primam,  octavam
et  reliquas  sextas,  et  in  fine
concordiarum  sit  octava,  hoc
est  habet  sex  et  octo,  pro  consonantiis ­
  supratenorem,  contratenor
  vero  debet  tenere  dictum
modum  suprani;  sed  quando
habeat  pro  consonantiis  tertiam
et  quintam  altas,  hoc  est  primam,
quintam,  reliquas  tertias,  ultimus
  vero  finis  concordiarum  sit
quinta,  ut  patebit  per  exemplum.

muss  sie  dennoch  verdoppelt
werden,  das  ist  den  doppelten
Werth  der  anderen  Noten  haben,
das  heisst,  sie  ist  sechs  Noten
gleichwertig.
4.  Wenn  nach  der  ersten  oder
zweiten  Note  sich  zweiNotenmit
derselben  Bezeichnung,  das  ist
entweder  auf  einer  und  derselben ­
  Linie  oder  in  einem  unddemselben
  Zwischenräume  befinden,
so  soll  die  Erstere  einen  Uebergang
  oder  eine  Verbindung  mit
der  gleichtönendenNote  machen.
5.  Ebenso  macht  auch  die  letzte
Note  denselben  Uebergang  zu
der  Note  unter  gleicher  Bezeichnung ­
  und  mit  gleichem  Klange.
6.  Dieser  Fauxbourdon  wird,
wie  oben  erwähnt,  dreistimmig
gesungen  und  behält  die  Reihenfolge, ­
  wie  sie  früher  für  die
Noten  festgestellt  worden  ist;
wenn  der  Sopran  als  Consonanzen
  die  Prim,  Octav  und
im  Uebrigen  Sexten  und  am
Ende  des  Zusammenklanges
eine  Octav,  das  heisst  also
Sechs  und  Acht  zu  Consonanzen
über  dem  Tenor  hat,  so  soll
sich  der  Contratenor  nach  der
angegebenen  Weise  des  Soprans
halten,  mit  dem  Unterschiede,
dass  er  zu  Consonanzen  die
hohe  Terz  und  Quint  erhält,
das  heisst  Prim,  Quint  und  im
Uebrigen  Terzen,  zuletzt  aber
stehe  eine  Quint,  wie  aus  dem
Beispiele  erhellen  wird.
            
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