Die Entwicklung der Landrechtsglosse des Sachsenspiegels.
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i r er fiat vnd der gemeinen nucz. vnd by dem grofzin ltoning
ottin begunfie daz recht dyzes keginwertigin articuli ufzcukomen
vnd fpricht: ,vmme keinerhande vngericlite‘ etc.
35) [III. 7, §. 1.] Zu der dritten der zwölf Eigentümlichkeiten
des für die Juden geltenden Rechtes (cf. Homeyer
ad h. 1. S. 307) bemerkt der Interpolator: Alz ich fprach, keine
nuwe finagoga fullin fye nicht buwen, da fy keine vor gehabit
habin, teeren fy abir vortrebin, vnde quemen fy wider dar in
mit der vorfien wille, vnd wurde en ein vrede gefaezt von den
vorfien vnd befietigit wurde mit der ftat rate, da mag nymant
wider, wen waz dy vorfien wollin vnd iren vnderfafzin daz gelt
it in, daz muzin [fy) eigintlichin halden, iz en tvere den, daz fy
en icht gebotin, daz wider dm crifien gloubin were, daz fullin
fy wider ryten. liy wider anders mag wider pfaffe noch leye, iz
en were, ab fy ficlis teeren moclitin mit rechtir bewifunge. Vgl.
oben §. 4, Alinea 4.
36) [III. 14, §. 1.] Der Interpolator substituiert dem
,Sachsenrecht“ das Magdeburger Recht: Tu falt wiffin, daz
in meideburgifchim rechte ein man eins vorfprechin vrteils
wage wider teidingin muge u. s. w. Ebenso zu III. 21, §. 1
,Dyzin gezcug‘ (cf. Homeyer ad h. 1. 8. 317).
37) [III. 19 fr iclich nach firne rechte‘ hinter Daz ifi,
daz ein dinfiman fülle fweren zeu firne rechte.] Tu falt wiffin,
mit dem Worte d in ft man faltu vornemen alle ambtlute, voyte,
hou[b\tlute, Richter, fcheppfiti, Burgermeifter, Ratlute, J'chriber,
Schulmeifier, Statknechte, zcolner, butel vnd alle amb\f\lute.
wen alle ditifie vnd gefchefte, fy fin uf dem lande, uf einr bürg,
adir in einer ftat, fint alle dez richis vnd dez richis vnderteingin.
38) [III. 21, §. 1 ,Dyzin gezcug‘.\ Zu Nu vindefie, daz
men etliche perfonen nicht twingin muge, alz fychin, rittere
fügt der Interpolator hinzu: burgermeiftere vnd ander lute,
dy eine gemeine nucz vorfien fullin.
39) [III. 28, §. 2.] Am Schlüsse finden sich mit dem
Hinweis: vf dyz fo habe dyze dutfehe verchs [so!] die zum
vorhergehenden Artikel (III. 27) gehörigen Leoninischen
Verse über die Eheverbote, welche nach der Görlitzer und
der Liegnitzer Hs. der Wurm’schen Glosse (oben pag. 51,
N. 2) abgedruckt sind von Willi. Wackernagel (Geschichte