Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

Die  letzten  Zeiten  des  Seiches  der  Tsch’in.

775

l’schang-tschao-thä.

Tschang-tschao-thä  (-f|(j  jj||  Pe-thung)  stammte
aus  Wu-khang  in  U-hing.  Sein  Grossvater  ^  ^  Tao-kai
war  in  Diensten  von  Thsi  Statthalter  von  Kuang-p’ing.  Sein
Vater  »ft  Fä-schang  war  in  Diensten  von  Liang  berathender
Richter  und  den  Geschäften  Nachgehender  für  Yang-tscheu.
Tschao-thä  war  von  Gemtithsart  ungezügelt,  verachtete  die  Güter
und  schätzte  die  Luft.  1
Zur  Zeit  seiner  Jugend  traf  er  einst  einen  Beobachter.
Derselbe  sprach  zu  ihm:  Euer  Aussehen  ist  sehr  gut.  Ihr
müsset  es  ein  wenig  verringern,  dann  werdet  ihr  reich  und
vornehin  werden.
In  dem  Zeiträume  Ta-thung  von  Liang  (535  —  545  n.  Chr.)
wurde  Tschao-thä  Richtiger  des  östlichen  Palastes.  Später  fiel
er  in  der  Trunkenheit  vom  Pferde,  und  die  Hörner  seines  Haarschopfes ­
  wurden  ein  wenig  beschädigt.  Er  freute  sich  darüber.
Der  Beobachter  sprach:  Es  ist  es  noch  nicht.
Als  der  Aufruhr  Heu-king’s  sich  ereignete,  stellte  sich
Tschao-thä  an  die  Spitze  der  Menschen  des  Bezirkes  und  forderte ­
  sie  auf,  der  Feste  der  Erdstufe  zu  Hilfe  zu  kommen.
Er  wurde  von  einem  Pfeile  getroffen  und  verlor  ein  Auge.
Der  Beobachter  erschien  vor  ihm  und  sprach:  Euer  Anblick
ist  gut.  Ihr  werdet  nach  nicht  langer  Zeit  vornehm  sein.
Als  die  Feste  der  Mutterstadt  fiel,  kehrte  Tschao-thä  in
die  Strasse  des  Bezirkes  zurück  und  wandelte  mit  dem  nacliherigen
  Kaiser  Schi-tsu  umher.  Dadurch  knüpfte  er  das  Loos

des  Gebieters  und  Dieners.
Nach  der  Unterdrückung  des  durch  Heu-king  erregten
Aufruhrs  wurde  der  nachherige  Kaiser  Schi-tsu  Statthalter  von
U-hing.  Tschao-thä,  auf  eine  Handtafel  gestützt,  kam  und
meldete  sich  bei  Schi-tsu  zum  Besuche.  Schi-tsu  sah  ihn  und
hatte  grosse  Freude.  Er  betraute  ihn  dabei  mit  der  Stelle  eines
Anführers  und  Vordersten.  Gnade  und  Gunst  waren  übermässig
und  grösser  als  bei  Anderen  von  derselben  Stufe.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.