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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

Die  letzten  Zeiten  des  Reiches  der  Tsch’in.

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Um  diese  Zeit  vernachlässigte  der  spätere  Vorgesetzte
die  Sachen  der  Lenkung.  Die  hundert  Vorsteher,  welche  etwas
zu  eröffnen  oder  an  dem  Hofe  zu  melden  hatten,  brachten
durch  die  kleinen  Palastdiener  m  m  ft  Thsai-thö-ni  und
^5  äfe  |?t  Li-schen-tu  ihre  Bitten  vor.  Der  spätere  Vorgesetzte
setzte  die  theure  Königin  von  dem  Geschlechte  Tschang  auf
seine  Kniee  und  traf  gemeinschaftlich  mit  ihr  die  Entscheidung.
Ueber  dasjenige,  was  Thsai-thö-ni  und  Li-schen-tu  nicht  verzeichnen ­
  konnten,  verfertigte  die  theure  Königin  Abzweigungen
und  weitere  Erklärungen,  wobei  nichts  von  ihr  übergangen
wurde.  In  Folge  dessen  wurde  ihr  noch  mehr  Gunst  und  Auszeichnung ­
  zu  Theil.
Sie  war  die  Höchste  und  Vorzüglichste  in  dem  rückwärtigen ­
  Vorhofe.  Wenn  jedoch  ein  Haus  des  rückwärtigen  Palastes
die  Gesetze  nicht  befolgte  und  eine  Massregelung  anhängig  gemacht ­
  wurde,  bat  man  bloss  bei  der  theuren  Königin  um  Erbarmen. ­
  Die  theure  Königin  hiess  dann  Thsai-thö-ni  und
Li-schen-tu  zuerst  diese  Sache  eröffnen.  Später  sprach  sie  davon ­
  mit  Gelassenheit.  Wenn  die  grossen  Diener  sich  nicht
darnach  richteten,  so  förderte  sie  es  ebenfalls  durch  dieses
Mittel.  Was  sie  sagte,  wurde  ohne  Ausnahme  befolgt.
In  Folge  dessen  gelangte  der  Einfluss  der  Geschlechter
5j§  Tschang  und  Khung  in  den  vier  Gegenden  zur  Geltung.
Die  grossen  Diener,  welche  die  Lenkung  in  Händen  hatten,
neigten  sich  ebenfalls  nach  dem  Winde.  Kleine  Diener  der
Pforten  und  geschickte  Schmeichler  verbanden  sich  in  dem
Inneren  und  Aeusseren,  zogen  einander  im  Umwenden  herbei
und  beförderten  sich  gegenseitig.  Bestechungen  wurden  öffentlifch
  unternommen,  Belohnungen  und  Strafen  waren  ohne  Beständigkeit ­
  und  die  Leitseile  wurden  verwirrt.

Hiung-tlian-lang.
ftft  ft  Hiung-than-lang  stammte  aus  Nan-tschang  in
V  ü-tschang.  Sein  Geschlecht  war  mehrere  Alter  hindurch  in
der  Landschaft  angesehen.  Von  Gemüthsart  ungebunden  und
zügellos,  besass  er  Leibesstärke  und  war  von  sehr  wunderbarem ­
  Aussehen.
            
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