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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

Die  letzten  Zeiten  des  Reiches  der  Tsch’in.

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Lieu  1  bewohnte  noch  immer  die  grosse  Halle  i|A  Pe-liang.
Diese  war  die  richtige  grosse  Halle  der  Kaiserin.  Die  Kaiserin
von  dem  Geschlechte  Tsch’in,  die  Gemalin  des  späteren  Vorgesetzten, ­
  stand  nicht  in  Gunst  und  durfte  bei  der  Krankheit
nicht  aufwarten.  Sie  wohnte  gesondert  in  der  grossen  Halle
^  Khieu-hien.
Im  zweiten  Jahre  des  Zeitraumes  Tschi-te  (584  n.  Chr.)
errichtete  man  vor  der  grossen  Halle  ÖSE  Kuang-hi  die
drei  Söller

Ipn  ^  Lin-tschiin,  Ke-khi  und  m  fiii
Wang-sien.  Dieselben  waren  mehrere  Klafter  hoch  und  enthielten ­
  mehrere  Zehende  von  Räumen.  Die  an  den  Fenstern
und  Wänden  umgürtenden  und  hängenden  Balken,  Geländer
und  andere  Gegenstände  dieser  Art  verfertigte  man  aus  Sandelund
  Aloeholz.  Man  schmückte  sie  ferner  mit  Gold  und  Edelsteinen, ­
  legte  Perlen  und  Federn  des  Eisvogels  dazwischen.
Auswendig  breitete  man  Thürmatten  von  Perlen,  inwendig  hatte
man  kostbare  Ruhesitze  und  kostbare  Zelte.  Die  Kleider  und
die  Kleinode  waren  von  einer  Seltenheit  und  Zierlichkeit,  welche
es  in  dem  nahen  Alterthum  noch  nicht  gegeben.  Wenn  ein
leichter  Wind  allmälig  heranwehte,  bemerkte  man  den  Wohlgeruch ­
  auf  einer  Strecke  von  mehreren  Li.  Wenn  die  Morgensonne ­
  zu  leuchten  begann,  erhellte  der  Wiederschein  den  rückwärtigen ­
  Vorhof.

An  dem  Fusse  der  Söller  häufte  man  Steine  und  bildete
Berge.  Man  leitete  das  Wasser  und  bildete  Teiche.  Man  pflanzte
wunderbare  Gewächse  und  mengte  sie  mit  Blumen  und  Arzneipflanzen. ­
  Der  spätere  Vorgesetzte  wohnte  in  dem  Söller  Lintschün.
  Die  theure  Königin  von  dem  Geschlechte  Tschang
wohnte  in  dem  Söller  Ke-khi.  Die  zwei  theuren  Frauen  von
den  Geschlechtern  jH  Kung  und  Khung  wohnten  in  dem
Söller  Wang-sien.  Alles  war  durch  Doppelwege  verbunden,  auf
welchen  man  gegenseitig  ging  und  kam.
Ferner  waren  daselbst  zwei  Schönen  von  den  Geschlechtern
J  Wang  und  Li,  zwei  gute  Schönen  von  den  Geschlechtern ­
  5Ü  Tschang  und  ||äji  Sie,  die  leuchtende  Weise  von  dem
Geschlechte  Yuen,  die  verkehrende  Frau  von  dem  Geschlechte

1  Die  Kaiserin  von  dem  Geschlechte  Lieu  ist  die  Mutter  des  späteren  Vorgesetzten. ­

            
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