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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

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Steffenhag  en.

fumtna,  vnd  der  man  were  fchuldig,  men  lyze  der  vrowen  dy
kor,  ab  fy  dy  fchulde  gelden  wolde  vnd  by  dem  gute  blybin,
vnd  wolde  fy  blybin,  vnd  men  fulde  ir  nicht  noch  vorreiohit
noch  ufgebin,  vnd  dy  vrauwe  vorburgete  daz  vor  gerichte  körnen,
daz  men  ir  daz  gut  vorreichte,  indaz  vorbrente  daz  huz:  Solde
nu  dy  frawe  dy  gefummete  gelden,  adir  mochte  fy  fich  vndertvynden
  vor  ir  morgingabe  der  hofeßat  mit  irer  bewifunge,
adir  waz  dämm  recht  fyl  wyr  fprechin  vor  ein  recht:
Dy  vrauwe  muge  fich  mit  gerichte  vnderwinde  der  houeßat
nach  fchaczunge  ir  morgingab,  ab  fy  fich  vnderwinden  wil,
vnd  darf  darnach  von  ymande  keine  not  vmme  lyden  von
rechtis  wegin. 1
30)  [II.  39, 2  §.  1.]  Alleine  daz  nu  in  der  Meideburgifchir
burte  vnd  in  fachfynlande  vil  me  roubins  iß,  den  ftelens  u.  s.  w.
31)  [II.  55.]  Nu  J'al  ein  iclich  burgermeifter  vnd  gefworen
  ratman  merken,  wen  diz  recht  trift  en  an.  wen  fy  fin
gekoren  zcu  der  gemeinen  nucze,  wen  mufin  kyfin  nach  iren  eren,
truwen  vnd  warheitin,  vnd  mufin  ßweren  Gote  vnd  dem  riche  vnd
irem  herren  vnd  der  ftat  roth  vnd  dem  rechte  vnd  der  gemeinen
armen  vnd  rychn,  vnd  der  gemeinen  nucz  vorzeuftene  vnvordrozlichin,
  vnd  dez  nicht  zcu  tune  vmme  myte  adir  vmme  gäbe,  vnd

1  Denselben  Rechtsfall  erörtert,  und  zwar  mit  wörtlich  übereinstimmender
Formulierung  der  Entscheidung,  die  Weichbildglosse  in  Da,  §.  1  zu
Art.  28...  30:  Nota.  Wy,  ab  iz  gefchege,  daz  einr  oraxcen  ir  man  Jlurbe,
der  er  gefchrehin  helle  ly  alle  fime  gute  varend  adir  vnuarent,  daz  er
hette  adir  ymer  geumne,  Dy  gewere  dez  gutez  wur  zcu  gelde  ge/lagin,  vnd
der  man  were  auch  me  luten  fchuldig,  Dy  franse  hette  dy  kor,  ab  fy  wolde
blybin  mit  ir  morgingab  by  dem  gute,  fo  folden  dy  fchuldiger  ylobin  vor
rechte  anfprache,  alz  recht  ift,  dy  frauwe  enpfinge  daz  glubde  vnd  vorburgete ­
  fich,  daz  fy  wolde  geften  vor  gerichte,  wen  men  ir  vorreichte  daz
gal,  fo  folde  fy  den  fchuldigem  ir  fchull  vorwiffin,  daz  beydez  nicht  gefeiten ­
  were,  Indez  vorbrente  alliz,  daz  dar  were,  oml  liefe  nicht  me,  den
dy  grünt:  mochte  nu  dy  frauwe  mit  ir  morgingab  bewifen  vnd  by  der  hofftat
  blybin  vm  ir  gelt,  vnd  ab  fy  mit  rechte  darby  blebe,  mochtin  ir  dy
fchuldiger  daz  gelt  darnach  angewinnen  uf  der  hofftat,  ab  fy  fy  buwete
mit  rechte,  ßnt  fy  darzcu  gewifit  were  von  rychter  vnd  von  fchepßn  an
menliche  widerfprache,  adir  waz  darum  recht  fy?  hiruf  fpreche  wir
ein  recht:  dy  frauwe  muge  fich  mit  gerichte  vnderwinden  der  hofftat
nach  fchaczunge  der  fchepfin  vnd  vnderwinden  vor  ir  morgengab,  ab  fy
wil,  vnd  darf  darnach  keine  not  darum  lyden  von  rechtis  wegen.
2  In  der  Hs.,  wie  oben  (§.  2)  bemerkt,  vor  II.  38  gestellt.
            
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