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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

Die  letzten  Zeiten  des  Reiches  der  Tsch’in.

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Stelle  eines  aufwartenden  Mittleren.  Das  Uebrige  blieb  er  wie
früher.  Im  ersten  Monate  des  ersten  Jahres  des  Zeitraumes
Thai-kien  (569  n.  Chr.),  Tag  Kiä-wu  (31),  erhob  man  ihn  zum
kaiserlichen  grossen  Sohne.
Im  ersten  Monate  des  vierzehnten  Jahres  des  Zeitraumes
Thai-kien  (582  n.  Chr.),  Tag  Kiä-yin  (51),  starb  Kaiser  Kaotsung.
  An  dem  Tage  Yl-mao  (52)  erregte  Schö-ling,  König  von
Schi-hing,  Aufruhr,  wurde  schuldig  befunden  und  hingerichtet. 1
An  dem  Tage  Ting-sse  (54)  gelangte  der  spätere  Vorgesetzte
in  der  vorderen  grossen  Halle  der  grossen  Gipfelung  zu  der
Rangstufe  des  Kaisers.  Er  erliess  die  folgende  höchste  Verkündung ­
  :
,Der  hohe  Himmel  liess  Unglück  herabsteigen,  der  Kaiser
des  grossen  Hingangs  verliess  plötzlich  die  zehntausend  Reiche.
Rufe  ausstossen,  gegen  das  Herz  schlagen,  springen,  nichts
wird  dadurch  erreicht.  Ich,  der  Kaiser  habe  in  Traurigkeit  und
Kummer  die  Nachfolge,  entspreche  der  kostbaren  Zeitrechnung.
Als  durchwatete  ich  einen  grossen  Rinnsal,  weiss  ich  nicht,  wo
ich  hinübersetze.  Ich  verlasse  mich  eben  auf  sämmtliche  Fürsten,
unterstütze  das  Wenige  und  Dünne.  Ich  denke  an  die  Aussaat
der  Unterlassenen  Tugend,  überdecke  weit  die  Hunderttausende,
die  Zehnhunderttausende.  Jegliches  in  der  Nähe,  Alle  sind  zu
mir  nur  neu.  Man  kann  der  Welt  allgemeine  Verzeihung  zu
Theil  werden  lassen.  Die  Angestellten  der  Schrift  und  des
Kriegswesens,  ferner  die  in  Kindlichkeit  und  Bruderliebe  auf  den
Feldern  sich  Anstrengenden,  welche  nachgelassene  Söhne  des
Vaters  sind,  werden  mit  einer  Stufe  des  Ranges  beschenkt.
Die  Verwaisten,  die  Greise  und  die  Verwitweten,  welche  sich
nicht  selbst  zu  erhalten  im  Stande  sind,  beschenkt  man  mit  je
fünf  Scheffeln  Getreides  und  zwei  Stücken  TaffetsJ
Im  eilften  Monate  des  zweiten  Jahres  des  Zeitraumes
Tsching-ming  (588  n.  Chr.)  entsandte  Sui  den  König  Kuang
von  Tsin 2  mit  sämmtlichen  Kriegsheeren  zum  Angriffe  aut
Tsch’in.  Dieselben  schifften  von  Pa  und  Scho  auf  den  Flüssen
Mien  und  Han  herab  und  gelangten  nach  Kiang-ling.  Sie  drangen

'  Er  wurde,  wie  in  dem  Abschnitte  ,Schö-ling,  König  von  Schi-hing 1  erzählt
wird,  von  den  Leuten  des  Heerführers  Siao-mo-ho  im  Kampfe  getödtet..
2  König  Kuang  von  Tsin  ist  der  spätere  Kaiser  Yang  von  Sui.
            
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